Die Zeiten ändern sich
Editorial | „Die klassische Aufstellung einer Gruppierung, die auf die Erstellung gemeinsamer Werbemittel fokussiert ist, reicht natürlich nicht mehr aus, um am Markt langfristig erfolgreich zu überleben“, so bringt es Helmut Schreiber von der Händlergruppe PBS Marketing GmbH auf den Punkt.
In dieser Aussage steckt weit mehr als nur die Darstellung der eigenen Position, die Schwerpunkte auf zukunftsgerichtete Themen zu legen. Generell und übergeordnet geht es darum, wie sich ein mittelständischer Fachhändler im Wettbewerb und in einer Branche, die im vergangenen Jahr rund zehn Prozent des Marktvolumens und damit des Umsatzes verloren hat, behaupten kann. „Marketinggruppen sind ein guter Weg zur Optimierung des eigenen Profils und unerlässliche Hilfe im Konditionenkampf mit den Herstellern“, lautet ein Fazit der letzten Arbeitstagung Forum Bürowirtschaft in Dresden, die sich mit diesem Thema beschäftigt hat. Doch der Austausch untereinander, gemeinsamer Einkauf und gemeinsame Kataloge und Werbemittel, die bislang vielfach im Vordergrund standen und weiterhin stehen, können zukünftig nur noch ein Baustein im Leistungsspektrum sein. Eindeutig ist, dass sich die Marketinggruppen noch stärker mit dem Endkunden und dessen sich veränderndem Einkaufsverhalten beschäftigen und damit verbunden auch an neuen Vertriebsformen wie beispielsweise wie Internet und Marktplätzen ausrichten müssen. Mit dieser Thematik, die verständlicherweise zuallererst Veränderungsbereitschaft erfordert, beschäftigen wir uns ausführlich im Top-Thema in dieser Ausgabe.
Ein weiteres Thema dieser Ausgabe, das zwar nicht über die grundlegende Tragweite verfügt, bei dem es aber um Chancen und Möglichkeiten in Richtung Kunde und Vermarktung geht, ist „Made in Germany“ als Verkaufsargument. Davon profitieren kann insbesondere der Fachhandel – gerade auch im PBS-Bereich. Ob Schreibgeräte, Aktenvernichter, Briefwaagen, Batterien oder Tonerkartuschen, eine große Zahl von Unternehmen aus der Branche setzt nach wie vor auf die Fertigung am Standort Deutschland. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Neben der unternehmerischen Verantwortung sind es vor allen Dingen Qualitäts- und Kostenaspekte, die oft genug den Ausschlag dafür geben. Und natürlich spielt auch das positive Image eine Rolle, von dem gerade Markenhersteller profitieren können. „Made in Germany bleibt ein Verkaufsargument“, hat auch Karl-Heinz Rückerl von Kaut-Bullinger Einzelhandel in München beobachtet, „es spielt vielleicht sogar wieder eine noch größere Rolle.“
Natürlich beschäftigen wir uns in der Ihnen hier vorliegenden Ausgabe von BusinessPartner PBS intensiv mit zahlreichen aktuellen Branchenthemen.
Viele Anregungen bei der Lektüre wünscht Ihnen Ihr
Werner Stark
werner.stark@pbs-business.de
(15.06.10)
