Nachhaltigkeit und Papier

Öko-Trends | Bei diesem Themenkomplex fühlen sich Anwender und Einkaufsverantwortliche nach wie vor unsicher und nicht ausreichend informiert. Antalis und UPM hatten zu diesem Thema zwei interessante Workshops organisiert.

Besonderer Veranstaltungsort des Workshops „Nachhaltigkeit und Papier“: Das „darmstadtium“ in Darmstadt hat auch unter Umweltgesichtspunkten eine besondere Bilanz zu bieten.

Aufklärungsarbeit ist gefragt, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit und Papier geht. Diese Erkenntnis aus der Praxis hat Herbert Geis, Director Office beim Papiergroßhändler Antalis, bewogen, im September zwei Informationsveranstaltungen in Hamburg und Darmstadt zu initiieren, um Wissenslücken zu schließen und Vorurteile abzubauen. Zusammen mit dem Papierhersteller UPM wurden die Workshop-Inhalte entwickelt, um den Endkunden und Einkäufern weitergehende Einblicke zu vermitteln.

Was bedeutet Nachhaltigkeit und welche Rolle spielt die Umwelt in diesem Zusammenhang? Welchen Beitrag leisten Papierprodukte im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit? So lauteten die zentralen Fragen, die während der Workshops behandelt wurden. Ausgangspunkt der Vorträge von Simone Werner und Wilhelm Demharter von UPM war die häufig anzutreffende Meinung, dass die Papierherstellung einen negativen Einfluss auf die Umwelt habe. Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers haben rund 50 Prozent der Papierkäufer ein schlechtes Gewissen. UPM engagiert sich vor diesem Hintergrund, Aufklärung und Vertrauen durch Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu vermitteln.

In seinem Element: Herbert Geis im Vortrag über UmweltlabelsDie Frage, ob Papier ein nachhaltiges Produkte sei, beantwortete der Umweltexperte Demharter mit einem klaren Ja, „weil der wichtigste Rohstoff Holz natürlich und nachwachsend ist und Papier recyclingfähig ist und mehrmals für die Herstellung neuer Produkte verwendet werden kann“.

Herbert Geis und Nicole Werner von Antalis informierten über die wichtigsten Trends bei der Papierauswahl und gaben einen Überblick über die Umweltsignets wie PEFC, FSC, EU-Eco-Label („EU-Blume“) und Blauer Engel. Die Zertifizierung sei dabei der erste entscheidende Schritt, um nachvollziehbare Beurteilungskriterien zu dokumentieren. Herbert Geis sieht in der „EU-Blume“ das zukünftig wichtigste Umweltlabel, da dort die ganzheitliche Betrachtung und damit der gesamte Produktlebenszyklus im Vordergrund stehe.

Die Workshop-Teilnehmer konnten zahlreiche praxisorientierte Informationen rund um Papier und Nachhaltigkeit mit nach Hause bzw. in ihr Büro nehmen. Wissenswertes rund um modernes Gebäudemanagement und Umweltschonung boten zudem die Führungen in den von Antalis für die Veranstaltungen ausgewählten Locations. Sowohl das IBA-Dock in Hamburg als auch das Wissenschafts- und Kongresszentrum „darmstadtium“ in Darmstadt haben neben dem unterschiedlichen architektonischen Gesamtbild vor allem in puncto Ressourcenschonung und Energieversorgung besondere Leistungen vollbracht.

www.antalis.de
www.upm-kymmene.com

(11.11.10)

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