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Kodak beantragt Insolvenz
Lieferanten | Der einstige Fotopionier Eastman Kodak ist pleite. Der US-amerikanische Konzern hat Insolvenz beantragt. Die deutsche Kodak-Tochter soll jedoch nicht betroffen sein.
Bereits seit Monaten war spekuliert worden, nun hat der US-Fotopionier Eastman Kodak in New York Konkurs angemeldet und Gläubigerschutz beantragt.
Kodak verfüge über ausreichende Mittel, so dass der Geschäftsbetrieb normal weiterlaufen werde, erklärte Kodak-Chef Antonio Perez gegenüber der Nachrichteagentur AFP. Kunden würden weiter beliefert und bedient, die Beschäftigten weiter bezahlt. Dazu verfügt Kodak über einen Kredit von der Großbank Citigroup in Höhe von 950 Millionen Dollar (743 Millionen Euro).
Die Zeit unter Gläubigerschutz will Kodak nutzen, um Patente aus dem reichen Schatz des Unternehmens zu verkaufen. Im Laufe des Jahres 2013 soll dann ein schlankeres Unternehmen den Gläubigerschutz verlassen und wieder auf eigenen Beinen stehen.
Auch die Tochterunternehmen seien von der Insolvenz nicht betroffen, teilte Perez mit. In Deutschland, wo insgesamt rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt sind, ist Kodak seit 1896 aktiv. Hauptsitz ist in Stuttgart, wo Marketing, Vertrieb und Management angesiedelt sind. Am Produktionsstandort Osterode im Harz sind etwa 900 Mitarbeiter beschäftigt. Zudem betreibt Kodak einen Entwicklungsstandort in Kiel sowie eine chemische Fertigung in München.
„Wir machen uns Sorgen“, sagt Konzernbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Eisele gegenüber der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. „Momentan sind die deutschen Gesellschaften von dem Insolvenzantrag nicht betroffen." Was das aber langfristig bedeute sei jedoch noch völlig unklar.
Kontakt: www.kodak.de
(19.01.12)
