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Gustavo Möller-Hergt, CEO der Also Holding
Gustavo Möller-Hergt, CEO der Also Holding

Operative Fortschritte: Also legt gute Zahlen vor

Der Umsatz des Also-Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent auf 3,67 Milliarden Euro verbessert. Der Gewinn vor Steuern (EBT) stieg trotz hoher Verluste bei Also Logistics Services um 18,7 Prozent auf 36,2 Millionen Euro, der Konzerngewinn um 16,4 Prozent auf 24.4 Millionen Euro.

„Wir haben in allen Teilen des Unternehmens große Fortschritte erzielt. Insbesondere hat die Integration von Alpha International in den Niederlanden, die Konsolidierung von Also Frankreich und Finnland sowie die exzellente Entwicklung in Dänemark, Schweden und den baltischen Staaten zu diesem sehr guten Ergebnis beigetragen“, so Gustavo Möller-Hergt, CEO der Also Holding.  

Gemäß dem Marktforschungsinstitut Context stieg der ITK-Distributionsmarkt wertmäßig im ersten Halbjahr 2015 in den für Also relevanten Regionen um 3,2 Prozent gegenüber Vorjahr. Dabei zeigten die verschiedenen Produktkategorien eine ganz unterschiedliche Performance: positiv entwickelte sich der Markt für „Data Center Networking & Security“ (+25.1 Prozent) und „Unified Communications“ (+24.2 Prozent), während „Mobile Computing“ mit einem Minus von 4 Prozent rückläufig war.  

Positiv für Also entwickelte sich vor allem das Marktsegment Zentraleuropa, wo der Distributor eine Umsatzsteigerung von 14,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf rund 2,9 Milliarden Euro verzeichnete. Der Gewinn vor Steuern (EBT) stieg um 18,5 Prozent auf 30,5 Millionen Euro. Zentraleuropa verzeichnete damit erneut einen zweistelligen Umsatzzuwachs vor allem dank einer starken Entwicklung in Deutschland, Frankreich und in den Niederlanden. Gleichzeitig hat Also Schweiz die beschlossenen Maßnahmen weiter angepasst und optimiert, um dem anhaltenden Kostendruck aufgrund von fallenden Margen entgegenzuwirken.  

Der Umsatz im Marktsegment Nord-/Osteuropa stieg gegenüber Vorjahr um 3,3 Prozent auf 833,4 Millionen Euro. Dänemark, Schweden und die baltischen Staaten haben am meisten zum Wachstum beigetragen. Der Gewinn vor Steuern (EBT) verbesserte sich von 5,5 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro. Diese Steigerung ist auf Wachstum in margenstarken Geschäftsfeldern in Norwegen und Schweden zurückzuführen.  

Durch die Eröffnung der neuen Landesgesellschaft Also Polska baut der Konzern baut seine Präsenz zudem weiter aus. Mit der geplanten Übernahme der Aktivitäten der PC Factory soll die Wettbewerbsfähigkeit erhöht sowie eine noch effizientere und effektivere Marktbearbeitung erreicht werden.

Sorgenkind Also Logistics Services

Die im letzten Jahr aus der Insolvenzmasse der Weltbild erworbene Logistikaktivität (heute Also Logistics Services GmbH, Augsburg) hat im ersten Halbjahr Verluste von rund vier Millionen Euro verursacht. Der Personalabbaumaßnahmen habe bisher nicht wie geplant realisiert werden könnten, teilt der Konzern mit. Gleichzeitig entwickelten sich die Umsätze rückläufig. Das Unternehmen könne daher angesichts seiner Kostenstruktur ohne umfassende Restrukturierung nicht wettbewerbsfähig im Markt agieren. Daher habe der Also-Konzern am 27. Juli entschieden, die weitere Finanzierung des laufenden Geschäftes einzustellen. Die Geschäftsführung der Also Logistics Services steht – wenn keine weiteren Finanzierungsmittel zur Verfügung stehen – nunmehr vor der Entscheidung, Insolvenzantrag zu stellen. Die entstehenden einmaligen Restrukturierungskosten für den Also-Konzern werden im zweiten Halbjahr auf rund acht Millionen Euro geschätzt.  

Trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen und den zu erwartenden Kosten im Zusammenhang mit der Umstrukturierung der Also Logistics Services erwartet man bei Also für das Geschäftsjahr ein Ergebnis auf Höhe des Vorjahres. „Insgesamt schauen wir sehr zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Wir rechnen weiterhin mit einer stabilen Geschäftsentwicklung und mit einem soliden Ergebnis auf Vorjahresniveau“, sagt Gustavo Möller-Hergt.  

Kontakt: www.also.com 

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