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Adveo-Zentrale in Madrid
Adveo-Zentrale in Madrid

Quartalszahlen: IT-Probleme in Spanien belasten Adveo-Ergebnis

Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Implementierung einer neuen IT-Plattform musste der Großhändler Adveo in seinem Heimatmarkt deutliche Rückgänge verzeichnen.

In den ersten neun Monaten des Jahres erzielte Adveo einem Gesamtumsatz von 668,4 Millionen Euro mit einer Marge von 2,5 Prozent sowie ein EBITDA von 16,4 Millionen Euro; im Vorjahreszeitraum waren es noch 28,9 Millionen Euro gewesen.  

Der deutliche Rückgang sei vor allem auf Schwierigkeiten bei der Einführung einer neuen IT-Plattform in Spanien zurückzuführen und würde zumindest teilweise durch die positive Entwicklung in anderen Ländern kompensiert, teilt der Distributor mit. Das System sei mittlerweile jedoch unter Kontrolle und auf einem guten Weg, die gewünschte Effektivität für das betriebswirtschaftliche Ergebnis zu erreichen.  

Saisonbeding aber auch aufgrund der IT-Probleme sei die Nettoverschuldung des Unternehmens seit Dezember 2014 um 49 Millionen Euro auf 179 Millionen Euro gestiegen und damit außerordentlich hoch, heißt es aus Madrid. Der Trend des dritten Quartals reflektiere aber nicht die generelle Entwicklung des Unternehmens. Aufgrund des traditionell starken Geschäfts im vierten Quartal werde sich die Nettoverschuldung deutlich reduzieren.  

Um die Geschäftsentwicklung zu stabilisieren und einen neue Phase der strategischen Ausrichtung einzuleiten, hatte der Großhändler in den vergangenen Monaten ein neues Management-Team installiert. Seit Ende August ist Jaime Carbó Fernandez als neuer CEO unter anderem für den Turnaround in Spanien verantwortlich. Mit der Berufung von Miguel Sebares als Managing Director ist seit September auch der zweite Aufgabenbereich, die Länderverantwortung für Spanien und Portugal, unter neuer Führung. Mit Luis Ramos Trujillo hat man im Oktober zudem einen IT-Spezialisten an Bord geholt, der auf der Position des CIO Javier Rigal ersetzt.  

Kontakt: www.adveo.com 

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