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Online-Händler im Visier von Kriminellen

Laut der aktuellen Studie von ibi research „Informationssicherheit im E-Commerce 2014“ wurden insgesamt schon fast ein Drittel aller Online-Händler Opfer von Erpressung, Hackern oder Datendiebstahl.

Demnach wurden bereits rund 19 Prozent der Online-Händler Opfer von Erpressungsversuchen, fast jeder fünfte Online-Shop wurden schon gehackt – und damit in vielen Fällen zum Verteiler von Viren und Trojanern an die Kunden der Online-Shops – und 19 Prozent der Online-Händlern wurden bereits sensible Daten entwendet, so einige der Ergebnisse. Zugleich muss von einer enormen Dunkelziffer im Bereich Datendieb-stahl ausgegangen werden. Bei eBay beispielsweise waren Monate verstrichen, bis aufgefallen war, dass sämtliche Profildaten des Marktplatzes gestohlen wurden. Solche Delikte sind aber nicht nur schädlich für die Online-Händler: Tatsächlich müssen insbesondere die Kunden der Online-Shops die Folgen tragen. Es sind deren Daten, die gestohlen wurden und deren Identitäten, die für kriminelle Aktionen genutzt werden. Informationssicherheit und Datenschutz dienen nicht primär den Online-Händlern, sondern deren Kunden.

Dennoch handeln viele Online Händler grob fahrlässig, stellen die Autoren der Studie fest: In nur 51,3 Prozent der von ibi research befragten Unternehmen existieren Anweisungen für die Mitarbeiter zu den Themen Informationssicherheit und Datenschutz. Nur 44 Prozent der Online-Händler schulen ihre Mitarbeiter. 46 Prozent der Händler speichern Zahlungsdaten selbst.

Die Studie „Informationssicherheit im E-Commerce 2014“ wurde von ibi research an der Universität Regensburg GmbH mit Unterstützung der Brainloop AG erstellt. Hierfür wurden Online-Händler und deren Mitarbeiter zu den fünf Themenbereichen „Sicherheitsvorfälle“, „Stellenwert von Informationssicherheit und Datenschutz“, „Datenaustausch und Datensynchronisation“, „Gütesiegel“ und „Auswirkungen von PRISM und Tempora“ mittels einer online-gestützten Umfrage befragt. Im Ergebnis fanden nach qualitätssichernden Maßnahmen 119 beantwortete Fragebögen Eingang in die Studie. Die Studie ist kostenfrei unter www.ibi.de/isiec_2014 abrufbar.

Kontakt: www.ibi.de

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