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Umfrage: Mobile Payment mit deutlichem Potenzial

Viele würden laut „Consumer Barometer“ von IFH und KPMG mit dem Handy zahlen. Sicherheitsbedenken, Informationsdefizite und technische Hürden verhindern aber die Verbreitung von Mobile-Payment-Diensten.

E-Mails, Fotografie, Navigation, Gaming oder Online-Shopping – Smartphones vereinen die Funktionen zahlreicher Endgeräte. Auch bezahlen können Konsumenten inzwischen mit ihrem Mobiltelefon. So können zum Beispiel per App Waren im Online-Shop bezahlt oder mittels NFC-Technologie (Near Field Communication) Bahntickets gelöst werden. Sowohl für die Kunden als auch für den Handel bietet Mobile Payment dabei Vorteile: Die Verfahren sollen schnell und bequem sein und eine verbesserte Kundenbindung erreichen. Soweit die Theorie. Wie es um das Thema Mobile Payment in der Praxis bestellt ist, nimmt das aktuelle „Consumer Barometer“ von IFH Köln und dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG in den Blick.

Noch steckt Mobile Payment in den Kinderschuhen, bisher werden entsprechende Dienste nur von rund 15 Prozent der Verbraucher genutzt. Doch zeigt sich hohes Zukunftspotenzial: Rund 58 Prozent der Nicht-Nutzer von Mobile Payment können sich vorstellen, zukünftig von dieser Bezahlfunktion Gebrauch zu machen. Hinzu kommt: Vier von zehn der aktuellen Nutzer würden in Zukunft gerne häufiger mit dem Handy bezahlen. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 500 Bundesbürgern zum Thema „Mobile Payment“ ergeben.

Klicken zum Vergrößern - Leistungsanforderungen an Mobile Payment © IFH Köln/ KPMG AG, 2014
Klicken zum Vergrößern - Leistungsanforderungen an Mobile Payment © IFH Köln/ KPMG AG, 2014

Zwar kennt eine große Mehrheit (74 %) der Nicht-Nutzer die Möglichkeit, mithilfe des Mobiltelefons zu bezahlen, aber nur 13 Prozent der befragten Nicht-Nutzer fühlen sich bereits ausreichend über Mobile Payment informiert. Neben diesem Informationsdefizit gehören laut „Consumer Barometer“ vor allem die gute Abdeckung des Marktes mit alternativen Zahlungsverfahren und Sicherheitsbedenken zu den Hauptbarrieren für die Marktdurchdringung. So geben sieben von zehn Konsumenten an, kein weiteres Bezahlverfahren wie etwa Mobile Payment zu benötigen und rund 69 Prozent ist die Bezahlung via Mobiltelefon generell zu unsicher.

„Safety first – Die Sicherheitsbedenken der Konsumenten in Bezug auf das mobile Bezahlen sind nach wie vor groß. Anbieter müssen nicht nur hohe Sicherheitsstandards gewährleisten, es gilt vor allem auch, diese Sicherheit so zu kommunizieren, dass echtes Vertrauen entsteht“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Mobile Payment: Potenziale für den Handel

Die Einführung von Mobile-Payment-Lösungen bietet auch für den Handel Potenziale: Rund 61 Prozent der Konsumenten beurteilen Händler, die diese Bezahlmöglichkeit anbieten, als besonders innovativ und gut die Hälfte der Befragten schreibt ihnen zu, besonders kundenfreundlich zu sein. Chancen liegen auch in der Kommunikation und bei der Technik selbst. Die Hälfte der Befragten gibt an, dass sie Mobile-Payment-Dienste nutzen würde, wenn die Bezahlung bequem wäre und überall auf dieselbe Art und Weise funktionieren würde. Es ist also anzunehmen, dass auch bisher Unentschlossene sich dem Thema mit steigender Verbreitung und Nutzerfreundlichkeit des Angebots zunehmend öffnen.

„Mobile Payment hat im Handel einen ganz neuen Markt eröffnet. Noch ist nicht absehbar, welche technischen Lösungen und Anbieter sich langfristig durchsetzen. Ein Verzicht auf das Angebot dieser Zahlungsoption birgt für den Handel allerdings ein Umsatzverlustrisiko, da potenzielle Neukunden beziehungsweise Mehrgeschäft in diesem Bereich ausgeschlossen werden. Besonders für Multi-Channel Anbieter kann Mobile Payment außerdem ein weiteres Tool zur besseren Vernetzung der Offline- und Online-Kanäle werden“, so Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG.

Kontakt: www.ifhkoeln.de, www.kpmg.com/de

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