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Quelle als Internet-Marktplatz gestartet

Die neue, Mitte der Woche unter dem Dach der Hamburger Otto-Gruppe online gegangene Quelle.de ist als Online-Marktplatz „für leistungsfähige Händler“ konzipiert.

Mit dem Neustart ist ein legendärer Markenname zurück gekehrt, wobei allerdings ein ganz anderes Unternehmen und ein komplett anderes Konzept dahinter stecken. So stellt Quelle keine eigenen Waren auf die Seiten, sondern übernimmt für andere Händler die Abwicklung, den Kundenkontakt, die Zahlung und das Marketing. Derzeit sind rund 250 000 Artikel aus den Bereichen Elektronik, Garten & Baumarkt, Sport & Hobby und Wohnen präsent. Bald schon sollen es eine Million Produkte sein, wie Tim von Törne, Geschäftsführer der Quelle GmbH, bestätigte. Als erstes Umsatzziel werde ein dreistelliger Millionenbetrag angepeilt. In der Kategorie Elektronik und der Unterkategorie Bürotechnik sind bereits einige etablierte Marken in den Bereichen wie unter anderen Aktenvernichter, Beamer, Büromaterial, Diktiergeräte, Konferenztechnik oder Schreibwaren vertreten.

Das 1927 gegründete Versandhaus Quelle konnte in der Nachkriegszeit eine beeindruckende Firmenentwicklung vorlegen. Der Hauptkatalog hatte ein Auflage von acht Millionen Exemplaren. 1999 wurde Quelle in eine AG umgewandelt und fusionierte mit Karstadt zu Karstadt-Quelle, später Arcandor genannt. 2009 ging Quelle in die Insolvenz und wurde abgewickelt. Die Otto-Gruppe als führender Versand- und Online-Händler in Deutschland übernahm die Markenrechte für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Russland. Profitieren will man nach dem Neustart insbesondere vom hohen Bekanntheitsgrad.

Kontakt: www.quelle.de

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