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Ebay erhält Rüffel

Verbraucherschützer haben eine stärkere Überwachung der Kundenrechte beim Internet-Auktionshaus angemahnt. Konkret geht es um als private Anbieter getarnte Firmen.

Eine Untersuchung von 80 Anbietern auf der Plattform habe "gravierende Lücken" offenbart, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) Ende der vergangenen Woche mit. Um Ansprüche zu umgehen, hätten sich gewerbliche Anbieter als private Verkäufer getarnt. Kunden seien dadurch Widerrufs- oder Gewährleistungsrechte vorenthalten worden. Der Verband habe daher sieben Klagen eingeleitet und 71 Abmahnungen ausgesprochen. Rund 60 Anbieter hätten daraufhin umgehend Unterlassungserklärungen abgegeben.

Ebay sei in der Pflicht, in seinem virtuellen Kaufhaus für Ordnung zu sorgen, sagte VZBV-Vorstand Gerd Billen. Die Wahrung der Verbraucherrechte müsse überwacht und Missbrauch sanktioniert werden. Das Auktionshaus müsse einem gewerblichen Online-Shop, der sich als Privatverkäufer tarne, unverzüglich ausschließen. Ebay teilte mit, dass Anbieter bei Beschwerden Dritter zur Stellungnahme aufgefordert würden. Stellten sich die Vorwürfe als gerechtfertigt heraus, würden Maßnahmen eingeleitet. Laut VZBV hatte in seiner Überprüfung keiner der untersuchten Anbieter eine weiße Weste. So seien alleine 426 Vorstöße gegen Informationspflichten festgestellt worden.

Kontakt: www.ebay.de

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