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Amazon bleibt in der Kritik

Der weltweit führende Internet-Händler Amazon muss nach dem ARD-Beitrag über die Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren heftige Kritik einstecken.

Geschenke verpacken im Logistikzentrum bei Amazon
Geschenke verpacken im Logistikzentrum bei Amazon

Die Reaktionen reichen nach einem breiten Medienecho von direkten Kundenbeschwerden bis zu ersten Stellungnahmen von Lieferanten. Darüber hinaus hat sich inzwischen auch die Politik zu Wort gemeldet. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat beispielsweise Aufklärung über die Arbeitsbedingungen gefordert. „Der Verdacht wiegt schwer, deswegen müssen jetzt so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch“, sagte die Ministerin der „Welt am Sonntag“.

Im ARD-Fernsehfilm vom vergangenen Mittwoch wurde insbesondere eine düsteres Bild vom Umgang mit Leiharbeitern gezeichnet. So wird in dem Beitrag unter anderem gezeigt, wie Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die oft aus dem Ausland stammenden Leiharbeitskräfte und das Filmteam bedrängen. Auch die Gewerkschaft Verdi wirft Amazon Deutschland schon seit Längerem vor, vor allem Saisonkräfte schlecht zu bezahlen und mit strengen Kontrollen und Überwachungen zu gängeln. Amazon selbst hat bestätigt, die Vorwürfe überprüfen zu lassen.

Der Internet-Händler beschäftigt in Deutschland rund 7700 fest angestellte Mitarbeiter in den Logistikzentren in Graben bei Augsburg, Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg, Werne, Pforzheim und Koblenz. In den Spitzenzeiten vor Weihnachten sollen mehrere tausend weitere Saisonkräfte eingestellt werden, wobei man hier nach eigenen Angaben unter anderem mit externen Zeitarbeitsfirmen zusammen arbeite. Im ARD-Beitrag war gezeigt worden, wie Sicherheitsmitarbeiter zum Beispiel die Unterkünfte von in Bad Hersfeld beschäftigten Leiharbeitern durchsucht hätten.

Kontakt: www.amazon.de

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