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Die größten Sicherheits-Bedrohungen 2015

Das Thema Cybersicherheit machte 2014 Schlagzeilen mit Datendiebstählen bei Einzelhandelsketten sowie Attacken auf Cloud-Daten. Websense benennt jetzt in einem Report acht Trends in Sachen Cyberkriminalität.

Der Anbieter von Sicherheitslösungen für Unternehmen Websense Security Labs rechnet auch im kommenden Jahr mit weiter verfeinerten Methoden von Kriminellen, um an Unternehmens- und Kundendaten zu kommen. „Frequenz und Raffinesse nehmen ständig zu“, sagte Charles Renert, Vice President von Websense. „Die Hacker entwickeln laufend neue Methoden, um die vorhandenen Sicherheitssysteme zu umgehen und erfolgreich an ihr Ziel zu gelangen.“ Die Analysten des Unternehmens erwarten unter anderem Veränderungen beim Kreditkartenbetrug, so würden etwa Cyber-Kriminelle, die es bislang vor allem auf Kreditkarteninformationen abgesehen haben, ihren Fokus erweitern und nach umfassenderen Daten ihrer Opfer suchen, um umfangreiche Dossiers einzelner Nutzer zusammentragen, die auch Geo-Daten, persönliche Informationen und individuelle Verhaltensweisen enthalten – und sich zu Geld machen lassen. Smartphones sehen die Fachleute als Einfallstor der Kriminellen, die sich über cloudbasierte Unternehmensanwendungen und Datenquellen Zugang zu den IT-Strukturen der Opfer zu verschaffen. Außerdem erwarten die Analysten, dass Hacker ihre Command-and-Control-Infrastukturen verstärkt auf legitimen Seiten hosten, dabei werde es die zunehmende Nutzung sozialer Medien wie Twitter und Kollaborations-Tools aus der Cloud, etwa Google Docs, durch Unternehmen besonders schwer machen, zwischen legitimem und illegitimem Traffic zu unterscheiden. Websense benennt weitere Risiken: so die Gefährdung von Patientenakten im Gesundheitswesen, neue Angriffsflächen durch das so genannte „Internet der Dinge“ – und alte durch erst spät entdeckte Schwachstellen in schon lange genutzten Open-Source-Codes, verfeinerte Angriffsmethoden durch E-Mail-Attacken und staatliche Cyberspionage.

Kontakt: www.websense.com

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