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Drei Viertel der Befragten Einkaufsexperten geht davon aus, dass im Jahr 2020 mehr als 50 Prozent ihrer Unternehmenseinkäufe online getätigt werden. (Quelle: ibi research, 2017)
Drei Viertel der Befragten Einkaufsexperten geht davon aus, dass im Jahr 2020 mehr als 50 Prozent ihrer Unternehmenseinkäufe online getätigt werden. (Quelle: ibi research, 2017)

Neue Einkaufswege: B2B-Einkäufer wollen verstärkt online kaufen

In den kommenden fünf Jahren wird der B2B-Ein- und -Verkauf verstärkt über Online-Shops und Marktplätze abgewickelt, so eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie von ibi research.

Klassische Vertriebswege würden nicht verschwinden, aber an Relevanz verlieren, so Dr. Georg Wittmann von ibi research, der das Forschungsprojekt leitet. Ein Hauptgrund für die positive Entwicklung des B2B-E-Commerce ist nach Meinung der befragten Experten, dass sich das private Online-Verhalten der Mitarbeiter nun verstärkt auch im geschäftlichen Alltag zeigt. Die Bequemlichkeit, Schnelligkeit und auch die größere Auswahl, die der Einkauf über das Internet mit sich bringt, wird von den Online-Shoppern sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld erwartet, da sind sich fast alle Experten einig. Gut zwei Drittel der Experten sehen zudem den Vorteil, beim Einkauf über Online-Shops und Marktplätze günstigere Preise zu erhalten. Sehr wichtig ist den Geschäftskunden im B2B-Online-Shop eine Verfügbarkeitsübersicht, Informationen zu technischen Spezifikationen und auch zum Preis zu geben. Außerdem können B2B-Online-Shops insbesondere durch die Angabe der erwarteten Lieferzeit bei den Kunden punkten – aber nicht alle Shops tun dies.

Neben dem Online-Shop spielen Plattformen und Marktplätze eine immer größere Rolle im B2B-E-Commerce. B2B-Marktplätze werden aktuell schon von 26 Prozent der befragten Unternehmen für den Online-Verkauf ihrer Produkte und Leistungen verwendet. Dabei haben über die Hälfte der Befragten ihr Warenwirtschaftssystem direkt an den Marktplatz angebunden und ein Drittel sogar ihr CRM-System. Bei der Anbindung der Systeme waren Kompatibilitäts- und Datenqualitätsprobleme die größten Herausforderungen.

Die beliebteste und gleichzeitig am häufigsten angebotene Zahlungsweise stellt immer noch die Zahlung per Rechnung dar. Auch Zahlungsverfahren, die man bisher eher aus dem B2C-Bereich kennt, spielen eine zunehmend wichtigere Rolle im B2B-Bereich. So hat bereits die Hälfte der befragten Unternehmen schon mit PayPal (49 Prozent) bezahlt. Einige Unternehmen würden außerdem gerne mit paydirekt bezahlen, konnten diese Zahlungsweise jedoch bei keinem Online-Shop ihrer Geschäftspartner finden.

Die vollständige Studie „Online-Kaufverhalten im B2B-E-Commerce 2017“ steht kostenlos zum Download zur Verfügung (Angabe von Adressdaten erforderlich).

Kontakt: www.ibi.de 

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