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Soennecken-Mitglieder signalisieren Dialogbereitschaft

  • 07.05.2014
  • Handel
  • Werner Stark

Auf der Soennecken-Generalversammlung am vergangenen Montag in Bremen stand die Diskussion über einen direkten Marktzugang der Genossenschaft im Mittelpunkt.

Mit der positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie einer Steigerung der Ausschüttungen von 69 Prozent in den letzten fünf Jahren im Rücken setzt der Soennecken-Vorstand intensiv auf die Zukunfts- und Neuausrichtung der Kooperation. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Marktveränderungen in puncto Vertriebswege und Sortimente sowie weiter rückläufiger Mitgliederzahlen stand in Bremen die Podiumsdiskussion über mögliche Handlungsoptionen im Blickfeld. „Wir handeln aus Sorge um unser gemeinsames Unternehmen“, so Vorstandschef Dr. Benedikt Erdmann zu den Gründen der Initiative. Durch einen eigenen, direkten und „freien“ Marktzugang will der Vorstand die Genossenschaft in die Lage versetzen, die zu erwartenden Rückgänge bei Mitgliedern und Umsatz kompensieren zu können, „um im Interesse der Mitglieder handlungsfähig zu bleiben“.

Von der Auswertung der Ergebnisse der Podiumsdiskussion in Bremen, wo bewusst die unterschiedlichen Meinungen zur angestrebten Satzungsänderung aufeinandertreffen sollten, will der Vorstand die weiteren Schritte abhängig machen. Auf den ersten Blick signalisiert die mittels grünen (pro) und roten „Statement“-Kasten (contra) durchgeführte Abstimmung bei einem „Grün-Anteil“ von 74 Prozent eine deutliche Zustimmung. Die auf zahlreichen sowohl grünen als auch roten Karten gemachten Anmerkungen unterstreichen jedoch vor allem den Bedarf an weitergehenden und vertiefenden Informationen zum geplanten Vorhaben. Der Vorstand, der eine Abstimmung über die Satzungsänderung „frühestens im nächsten Jahr“ anpeilt, will in den nächsten Monaten weitere Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit betreiben. „Die Podiumsdiskussion hat einiges an Klarheit gebracht und wir sind überrascht vom positiven Ergebnis, aber wir sind damit noch lange nicht durch“, so der Kommentar von Benedikt Erdmann.

Kontakt: www.soennecken.de

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