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Weltbild stellt Insolvenzantrag

  • 13.01.2014
  • Handel
  • Werner Stark

Der Weltbild-Verlag als Deutschlands zweitgrößter Online-Buchhändler hinter Amazon hat am vergangenen Freitag beim Amtsgericht Augsburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

Die katholische Kirche als Eigentümerin weigerte sich laut Medienberichten, das defizitäre Unternehmen weiter zu finanzieren. Betroffen sind 6300 Mitarbeiter. Ein wesentlicher Auslöser für den Insolvenzantrag war offenbar der Umsatzrückgang des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2013/14 (Juli bis Dezember), obwohl der Dezember über Plan gelegen haben soll. Im Wettbewerb mit Online-Gigant Amazon hatten es Weltbild zunehmend schwer mit seinem eher klassischen Katalog-Versandhandel. Nicht betroffen sind laut Firmeninfo die Filialen, die Gesellschaften in Österreich und der Schweiz sowie bücher.de, wo Weltbild einen Anteil von rund einem Drittel hält.

Die katholische Verlagsgruppe Weltbild gehört zwölf Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseesorge Berlin. Zuletzt hatte der Augsburger Medienkonzern einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro realisiert. Zum inzwischen umfangreichen Programm gehören auch zahlreiche PBS- und Bürosortimente. Den stationären Buchhandel hatte Weltbild bereits im Jahr 2007 mit Hugendubel zusammengelegt. Das damals gegründete Gemeinschaftsunternehmen, das von der Insolvenz nicht betroffen ist, betreibt heute die Filialen unter verschiedenen Namen wie „Weltbild plus“, „Jokers“, „Hugendubel“ sowie die Karstadt-Buchabteilungen.

Kontakt: www.weltbild.de

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