BusinessPartner PBS

Amazon-"Price Check" attakiert stationären Handel

  • 13.12.2011
  • Handel
  • Stefan Syndikus

Amazon hat in den USA eine neue Smartphone-App gestartet, welche mit finanziellen Anreizen den Kunden aus dem Laden und in den mobilen Shop von Amazon locken soll.

Es gibt sie bereits - die Smartphone-Apps, mit welchen man Barcodes abscannt, einen Preisvergleich mit alternativen Anbietern erhält und daraufhin sogleich mit dem Smartphone bestellen kann. In den USA hat Amazon nun ein neues Anreizsystem entwickelt, dass den Kauf über Smartphones ankurbeln könnte - zum Schaden des stationären Handels. Wer im Laden ein interessantes Produkt entdeckt und dessen Barcode mit der kostenlosen Smartphone-App "Price Check" von Amazon abscannt, wird direkt in den Amazon-Shop verlinkt und erhält, wenn er dann sofort kauft, fünf Prozent des Kaufpreises "als Belohnung" von Amazon. Maximal soll die Gutschrift fünf Dollar betragen. Die App ist für das iPhone und für Android-Handys erhältlich. Der Service bedroht den klassischen stationären Vertriebsweg auf zwei Wegen: Zum einen durch die damit hergestellte direkte Preiskonkurrenz zwischen Ladengeschäften und dem Online-Shop von Amazon, zum zweiten durch die Übermittlung der Preise an Amazon: Der Online-Händler erfährt ohne weiteres Zutun das Preisniveau am Markt, was ihm wiederum Vorteile bei der eigenen Preisgestaltung verschafft.

Kontakt: www.amazon.com

Verwandte Themen
Sycamore will die Einzelhandelsaktivitäten von Staples, Inc. verkaufen.
Sycamore will Einzelhandel von Staples, Inc. abspalten weiter
Der Handel findet oftmals nicht das gesuchte Personal, die Arbeitsagentur meldet viele offene Stellen. (Bild: ThinkstockPhotos 85449878)
Viele unbesetzte Stellen im Einzelhandel weiter
Amazon baut sein Sortiment für schnelle Lieferungen aus – in Berlin kommen nun 5000 Drogerieartikel von Rossmann zum Angebot hinzu. (Bild: Rosmann)
Amazon kooperiert mit Rossmann weiter
Christoph, Anne und Andreas Eßer: ambitionierte Wachstumspläne für die kommenden Jahre (Bild: Rouette Eßer)
Rouette Eßer mit zwei Übernahmen weiter
Robert Brech, Holding-Geschäftsführer von Kaut-Bullinger: „Wir werden unsere Kräfte auf die verbleibenden Standorte bündeln.“
Kaut-Bullinger schließt drei Einzelhandels-Standorte weiter
Der Handel der Zukunft ist digital: Wie verbreitet werden folgende Szenarien im Jahr 2030 sein? (Quelle: Bitkom Research)
Handel steht vor weiteren Veränderungen durch Digitalisierung weiter