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Angepeilter Kaufhof-Verkauf geplatzt

  • 19.01.2012
  • Handel
  • Werner Stark

Der neue Metro-Chef Olaf Koch hat die Verhandlungen über den Verkauf der Kaufhof-Warenhäuser mit zwei aussichtsreichen Kandidaten abgebrochen.

Zuletzt wurden intensive Gespräche mit dem österreichischen Immobilienmakler René Benko und dem Karstadt-Inhaber Nicolas Berggruen geführt. Die aktuelle Lage am Kapitalmarkt biete „keine geeigneten Rahmenbedingungen für einen derartigen Milliardendeal“, so die Begründung von Olaf Koch, die Verhandlungen zu beenden. Es ist dies die erste einschneidende Entscheidung von Koch, der seit Jahreanfang an der Spitze des größten deutschen Handelskonzerns steht.

Die Metro will offenbar die Warenhaustochter mit ihren 140 Filialen nicht unter Preis verkaufen und auch keine Risiken bei der Finanzierung gehen. Hintergrund ist zudem der schwache Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr. So ging der Kaufhof-Umsatz 2011 um 3,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurück. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft lag das Minus sogar bei 4,6 Prozent. Laut Olaf Koch könne aus heutiger Sicht das Ertragspotenzial besser selbst gehoben werden als durch einen Verkauf. An der grundsätzlichen Bereitschaft zur Abgabe von Kaufhof ändere sich durch die jetzt erfolgte Beendigung der Gespräche nichts.

Kontakt: www.kaufhof.de

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