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Digro-Fachmarkt in Altmittweida: Investorensuche läuft mit Hochdruck
Digro-Fachmarkt in Altmittweida: Investorensuche läuft mit Hochdruck

Investorensuche: Weitere Infos zur Digro-Insolvenz

Wie berichtet befindet sich der Händler Digro im vorläufigen Insolvenzverfahren. „Die Investorensuche läuft auf Hochdruck“, so die Info des vorläufigen Insolvenzverwalters.

„Wir befinden uns bereits in Gesprächen mit potenziellen Investoren, um kurzfristig eine Lösung für das Unternehmen zu finden und der Digro einen Neustart zu ermöglichen“, so Rüdiger Bauch über den momentanen Stand bei der Digro GmbH. Er ist der zuständige vorläufige Insolvenzverwalter und als Fachanwalt für Insolvenzrecht bei der Kanzlei Schultze & Braun tätig. Das mittelständische Familienunternehmen mit Hauptsitz im sächsischen Altmittweida reichte am 13. Juli 2017 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Chemnitz ein. Seit mehr als 80 Jahren vertreibt der Händler Waren im Bereich Papier, Bürobedarf und Schreibwaren sowie Bürotechnik, Büromöbel und Verpackungen aller Art. Der vorläufige Insolvenzverwalter verschafft sich derzeit gemeinsam mit dem Geschäftsführer Holger Dittrich einen Überblick über die Ausgangslage. „Die Liquidität ist sehr angespannt. Wir brauchen schnelle Entscheidungen eines potenziellen Investors, auch um die bestehenden Kundenbeziehungen der Digro für die Zukunft zu sichern“, so der vorläufige Verwalter weiter.

Geschäftsführer Holger Dittrich über die Krisenursachen: „Die Bezahlung der eingekauften Waren erfolgt bei den meisten Herstellern nur per Vorkasse. Das anschließende Umschlagen der Ware und der Verkauf an unsere Kunden führen dazu, dass wir erst 50 bis 60 Tage später mit Erlösen rechnen können.“ Zudem wurde für Mitte 2016 ein neues Warenwirtschaftssystem geplant, dessen Einführung sich infolge einer fehlerhaften Installation und Abwicklung erheblich hinausgezögert hätte. Die damit verbundenen erheblichen Mehrkosten und eine verzögerte Nutzungsmöglichkeit für Buchhaltung und Warenaustausch hätten die Geschäftsentwicklung negativ beeinflusst. Eine weitere Krisenursache sieht der Geschäftsführer im Jahresendgeschäft 2016, das durch ein hohes Auftragsaufkommen gekennzeichnet war. Aufgrund der bereits angespannten finanziellen Lage konnten allerdings größere Aufträge nicht angenommen werden. Dies hätte die wirtschaftliche Situation weiter verschärft. „Bemühungen, die für die Vorleistung erforderlichen liquiden Mittel durch Darlehen zu beschaffen, führten leider ins Leere“, so Dittrich. Nach aktuellem Stand sind 49 Mitarbeiter im Unternehmen tätig, deren Gehalt bis Ende Juli zu einem Teil über das Kurzarbeitergeld abgesichert ist. Die Agentur für Arbeit prüft außerdem die Möglichkeit der Zahlung von Insolvenzausfallgeld. Der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch steht für Investorenanfragen und Rückfragen zur Verfügung unter Telefon +49 341 26972-0, Mail RBauch@schubra.de

Kontakt: www.digro.de

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