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Turbon-Produktion in Thailand
Turbon-Produktion in Thailand

Durchwachsene Geschäftszahlen: Turbon treibt Restrukturierung voran

Der Umbau der Turbon-Gruppe mit dem Fokus auf einer deutlichen Kostenreduzierung im traditionellen Geschäft sowie einer strategischen Neuausrichtung mit einer branchenübergreifenden Aufstellung ist eigenen Angaben zufolge in den ersten Monaten des Jahres gut vorangekommen.

So habe man in den USA deutliche Fortschritte bei der Stabilisierung des traditionellen Händlergeschäftes gemacht. Der Fixkostenblock konnte durch die Schließung der im Zuge der ILG-Akquisition übernommenen Produktionsstätte in Mexiko sowie die Zusammenlegung zahlreicher Verwaltungs- und Vertriebsaufgaben reduziert werden. Zu Beginn des dritten Quartals plant das Unternehmen darüber hinaus eine weitergehende Optimierung seiner Distributions-Struktur in den USA. Durch die damit verbundene Kostenreduktion sollen dann Turbon USA und ILG so stabilisiert sein, dass beide Unternehmen schwarze Zahlen liefern und in der Kombination mit der bereits ertragreichen Turbon America, die für das MPS-Geschäft in den USA zuständig ist, nachhaltig profitabel aufgestellt sein.

Die Schließung von zwei Standorten verbundenen mit Einmalkosten von rund 1,6 Millionen Euro belasten jedoch das Ergebnis des Supplies-Spezialisten: Während der Umsatz mit 25,4 Millionen Euro noch ungefähr auf Vorjahresniveau (25,9 Millionen Euro) lag, war beim EBIT ein Rückgang auf 0,6 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro), beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein Rückgang auf 0,4 Millionen Euro (Vorjahr 1,5 Millionen Euro) und beim Konzernüberschuss ein Rückgang auf 0,3 Millionen Euro (Vorjahr 1,1 Millionen Euro) zu verzeichnen. Angesichts der Entwicklungen im traditionellen Geschäft und der dadurch bedingten Umbauarbeiten werden wir man bis zur zweiten Jahreshälfte benötigen, um wieder in gewohnte Ergebnisregionen zurückzukehren, teilt das Unternehmen mit.

Trotz der hohen Restrukturierungsaufwendungen in den USA konnte die Gruppe die Rückführung der Bankverschuldung im ersten Quartal fortgesetzt werden konnte. Eine zunehmende Dynamik erhalte die Generierung liquider Mittel seit dem zweiten Quartal durch eine konsequent angegangene Reduktion der Vorräte von Laserkartuschen. Das vom Vorstand entwickelte Reduktionskonzept soll innerhalb von zwölf Monaten die Bestände um bis zu acht Millionen Euro verringern, natürlich mit entsprechend positiver Auswirkung auf den Cash Flow. Diese Mittel sollen dann für weitere Maßnahmen im Zuge der Neuausrichtung zur Verfügung stehen.

Wachstum im MPS-Geschäft

Einen positiven Ausblick gibt der Hersteller zudem auf seine neuen Geschäftsbereiche. Eigenen Angaben zufolge machen sich die Investitionen ins MPS-Geschäft sowohl in Europa als auch den USA mit positiven Ergebnissen bereits bezahlt. Im laufenden Jahr erwarte man aus diesem Bereich einen Umsatz von etwa 23 Millionen Euro. Auch für die Zukunft sehe man gute Wachstumsmöglichkeiten.

Ebenfalls positiv entwickelt sich laut Turbon der neue Bereich „Cabling Technologies“. Hierbei handelt es sich um die Entwicklung und Herstellung von anschlussfertigen, technischen Verbindungslösungen, die dann Verwendung in Spezialmaschinen, beispielsweise im Baubereich, medizinisch-technischen Gerätschaften oder auch in Spezialfahrzeugen, finden. Der Geschäftsfeld soll deshalb auch über den Bereich Cabling Technologies hinaus weiter ausgebaut werden bis hinein in den breiteren Markt für Electronic Manufacturing Services (EMS).

Im Rahmen der Bekanntgabe ihrer Geschäftszahlen kündigt die Unternehmensgruppe zudem eine Akquisition, an der man schon seit längerer Zeit arbeite. Man sei „ optimistisch, dass wir die Akquisition im Laufe des dritten Quartals erfolgreich abschließen können. Mit der Akquisition beabsichtigen wir unser traditionelles Produktprogramm um verschiedene Produktgruppen zu ergänzen, die in bestimmten, teils spezialisierten Industrien Anwendung finden.“

Trotz der Belastungen durch die Restrukturierungsmaßnahmen in den USA sowie weiterer zu erwartender Einmalbelastungen hält Turbon an seiner Jahresprognose mit einem Umsatz von 115 bis 120 Millionen Euro sowie einem Ergebnis vor Steuern von 6,5 Millionen Euro fest.

Kontakt: www.turbon.de 

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