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Bong und Briefumschlagindustrie im Rückwärtsgang

Einer der größten Briefumschlaghersteller in Europa hat sein Jahresergebnis für 2013 vorgelegt und meldet einen Verlust von 109 Millionen Schwedischen Kronen (rund 12,3 Millionen Euro).

Bong verweist auf einen rückläufigen Markt: Der Ersatz von Briefsendungen durch die Email und eine schwache wirtschaftliche Entwicklung in Europa hätten auf die Nachfrage gedrückt, zieht das Unternehmen Bilanz. Nach Angaben der FEPE (European Federation of Envelope Manufacturers) sind die abgesetzten Volumen in den ersten drei Quartalen bis September 2013 um zwölf Prozent gesunken. Gleichzeitig bestimmen Konsolidierung und Verringerung der Kapazitäten den Markt: So hatte Papyrus seine Briefumschlagsparte im zweiten Quartal 2013 an Mayer-Kuvert verkauft, die Produktion ist mittlerweile komplett eingestellt bzw. auf andere Mayer-Kuvert-Standorte verteilt. Zudem hatte Ende des Jahres 2013 Hanse Kuvert Insolvenz angemeldet und die Schließung der Produktion angekündigt. Aus Spanien, Großbritannien und Italien melden weitere kleine und mittlere Werke die Einstellung der Produktion für dieses Jahr. Zusätzlich arbeiteten alle Hersteller in Europa daran, ihre Kosten zu senken und ihre Kapazitäten anzupassen.

Auch bei Bong hat die Konsolidierung ihre Spuren hinterlassen: Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um rund 13 Prozent auf 2,56 Milliarden Schwedische Kronen (rund 290 Millionen Euro) zurück. Während sich Bong im laufenden Jahr auf die Rückkehr in die schwarzen Zahlen konzentrieren will (die Kosten sollen um 150 bis 200 Millionen Schwedische Kronen sinken), soll von 2015 an das Wachstum bei den Spezialverpackungen und die Märkte in Russland und Osteuropa im Fokus stehen.

Kontakt: www.bong.com

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