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Sharp Europe Headquarter in London
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Milliardenschwere Rettung: Sharp lässt sich von Foxconn übernehmen

Die Übernahme von Sharp durch Foxconn scheint perfekt. Der angeschlagene japanische Elektronik-Konzern hat das milliardenschwere Rettungsangebot des Apple-Zulieferers akzeptiert.

Im Wettstreit zwischen Foxconn und dem vom japanischen Staat gestützten Investmentfonds Network Corporation of Japan (INCJ) gewinnt das taiwanesische Unternehmen. Der Sharp-Vorstand hat entschieden, sich von Hon Hai Precision Industry (Foxconn) übernehmen zu lassen. Angaben von Sharp zufolge soll Foxconn künftig 69,5 Prozent der Anteile von Sharp halten sowie neue Aktien dazu kaufen.

Die Akquisition ist für Japan ein Novum. Es ist die erste Übernahme eines großen Elektronikkonzerns durch ein ausländisches Unternehmen. Mit einem Volumen von rund sechs Milliarden US-Dollar ist es zudem eine der größten ausländischen Übernahmen eines japanischen Unternehmens überhaupt.

Die Fusion hat natürlich weitreichende Folgen auch über die Region hinaus. Medienberichten zufolge soll Sharp als Einheit weitgehend erhalten bleiben, lediglich das Geschäft mit Solarzellen soll abgegeben werden. Als größter Auftragsproduzent von Apple hat Foxconn großes Interesse an der LCD-Produktion von Sharp. Bereits seit Jahren pflegen beide Unternehmen gute Kontakte und betreiben gemeinsam ein Werk in Japan. Durch den Zusammenschluss ergäben sich nicht nur für das LCD-Geschäft von Sharp neue Vertriebskanäle. Auch Foxconn kommt mit der Übernahme seinem Ziel näher, das eigene Unternehmen breiter aufzustellen.

Kontakt: www.sharp.de, www.foxconn.com 

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