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Biella-Hauptsitz in Brügg/Biel
Biella-Hauptsitz in Brügg/Biel

Halbjahreszahlen: Biella Group zeigt sich optimistisch

Die Biella Group, einer der größten europäischen Hersteller von Ordnern und Ringbüchern, konnte im ersten Halbjahr das Konzernergebnis steigern. Im operativen Ergebnis hingegen mussten Vorleistungen für die Digitalisierung verkraftet werden.

Marco Arrigoni, CEO Biella Group
Marco Arrigoni, CEO Biella Group

So stieg das Konzernergebnis um 0,7 Millionen auf -1,9 Millionen Schweizer Franken (CHF). Im Vorjahr lag das Minus noch bei 2.6 Millionen CHF. Positiv wirkte sich nach der starken Frankenaufwertung im letzten Jahr die Stabilisierung der Währungssituation aus.  

Im operativen Ergebnis, bei dem der Hersteller nach einem Verlust von 1,3 Millionen CHF im Vorjahr ein Minus von 1,7 Millionen CHF verzeichnet, mussten vor allem Vorleistungen für die von Biella vorangetriebene Digitalisierung verkraftet werden. Erste Früchte haben dagegen die im ersten Halbjahr planmäßig umgesetzten Restrukturierungen mit der Schließung des Werks in Großbritannien und der Zusammenlegung des EU-Vertriebs am Standort Peitz getragen. Dadurch können die Kostenstrukturen eigenen Angaben zufolge schrittweise entlastet werden. Gleichzeitig konnte nicht mehr rentables lokales Geschäft in Großbritannien und Österreich abgebaut werden.  

„Die Biella Group konnte das Ergebnis im ersten Semester erkennbar verbessern.“ Gleichzeitig würde Digitalisierung und Innovation stark vorangetrieben, kommentiert Marco Arrigoni, CEO Biella Group, die Halbjahreszahlen.  

Auch in puncto Umsatz musste der Hersteller im Berichtszeitraum einen Rückgang von 69,4 auf 62,3 Millionen CHF hinnehmen. Dieser sei im Wesentlichen auf die Restrukturierungen sowie Sondereffekte im Vorjahr zurückzuführen. Bei der Beurteilung der Halbjahresresultate sei zudem grundsätzlich die ausgeprägte Saisonalität des Büroartikelgeschäftes mit einer im Vergleich zum ersten Halbjahr deutlich umsatz- und ertragsstärkeren zweiten Jahreshälfte zu beachten, heißt es aus Brügg.  

Erfreulich indes entwickelte sich das Bilanzbild der Biella Group. Das Eigenkapital erhöhte sich um 2,8 Millionen auf 62,6 Millionen CHF, was einer Eigenkapitalquote von 59,5 Prozent entspricht. Die Nettoliquidität konnte um 9,6 auf 5,9 Millionen CHF gesteigert werden.

Innovationen sollen Stammgeschäft stärken

Auch für die Zukunft ist man optimistisch. Die neue Geschäftseinheit Biella „SimplyFind“ ist mit den ersten Leistungsangeboten gestartet. Diese umfassen die Bereiche „SimplyFind Archiv“ und „SimplyFind Scan“ und werden zunächst nur in der Schweiz angeboten. In den kommenden Monaten werden noch weitere digitale Lösungen folgen. Unter dem Motto „Finden mit System“ bietet Biella „SimplyFind“ einfach zu handhabende und sichere Lösungen, die eine Brücke zwischen physischer und digitaler Welt schlagen sollen.  

Daneben hat Biella auf Basis der Web2Print-Technologie kürzlich im Bereich individualisierter Büroprodukte den neuen Webshop „Biella Creator“ gestartet und eine moderne Digitaldruckmaschine in Betrieb genommen. Über den Webshop können Endverbrauchskunden ihre nach eigenen Design-Vorstellungen selbst gestalteten Büroprodukte direkt, schnell und einfach online bestellen.  

Ziel sei es, im Stammgeschäft mit Büroartikeln, das sich in einem tendenziell rückläufigen Markt bewegt, mit weiteren Neuerungen und straffem Kostenmanagement die Rentabilität Schritt für Schritt zu steigern. Gleichzeitig wolle man mit der Transformation in neue Wachstumsfelder neue Geschäftspotenziale erschließen, teilt Biella mit.  

Kontakt: www.biellagroup.com 

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