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Biella spürt sinkende Marktnachfrage

Die Biella-Neher Holding AG (Biella Group) bleibt trotz des deutlichen Umsatzanstiegs durch die Konsolidierung der Falken-Gruppe in der Verlustzone.

Die Umsatzerlöse der Biella Group als größtem europäischen Hersteller von Ordnern und Ringbüchern beliefen sich im ersten Halbjahr auf 91,2 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr: 78,3). Diese Zunahme ist auf den Erwerb der Falken-Gruppe im Vorjahr, deren Umsätze erst ab dem zweiten Quartal 2012 in die Konsolidierung einbezogen wurden, zurückzuführen. Marktbedingt hat sich die Nachfrage jedoch spürbar abgeschwächt. In nahezu allen Ländern, vor allem in Osteuropa und der Schweiz, mussten zum Teil deutliche Umsatzrückgänge verkraftet werden. Nur leicht rückläufig hat sich dagegen der deutsche und inzwischen größte Absatzmarkt entwickelt. Starke Einbußen mussten insbesondere im Geschäft mit Softplastikerzeugnissen hingenommen werden.

Das Betriebsergebnis (EBIT) der Biella Group lag per 30. Juni 2013 bei minus 3,2 Millionen Franken (Vorjahr: minus 2,9). Deutlich positive Effekte konnten laut Firmeninfo aus der voranschreitenden Integration der Falken-Gruppe und der Realisierung von Synergien erzielt werden. Dem stehen jedoch spürbare Ergebnisbelastungen aus den beschriebenen Umsatzrückgängen gegenüber. Besonders betroffen war das Werk im ungarischen Kimle, wo schwerpunktmäßig Softplastikprodukte hergestellt werden.

Im Juli und August hat Biella wie bereits berichtet zwei wichtige strategische Partnerschaften geschlossen. So wurden in Polen das Großhandelsgeschäft auf die PBS Connect Polska, einer Tochter der österreichischen PBS Holding AG, übertragen und im Gegenzug ein langfristiger Vertrag zur exklusiven Belieferung mit von der Biella hergestellten Erzeugnissen abgeschlossen. Im Bereich Softplastik wurden die defizitäre Fertigung im ungarischen Werk Kimle eingestellt und die Produktionsanlagen an die zur Ring International Holding gehörende ProOffice verkauft; sämtliche Softplastikprodukte werden künftig im Rahmen von langfristigen Liefervereinbarungen bezogen. „Angesichts der derzeitigen Marktlage wird es trotz der umgesetzten Synergien aus der Falken-Akquisition, Strukturanpassungen und sonstiger Kostenmaßnahmen für Biella sehr anspruchsvoll werden, das gesetzte Ziel einer spürbaren Verbesserung der EBIT-Marge bereits in diesem Jahr zu erreichen“, so die Firmenmitteilung.

Kontakt: www.biella.eu

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