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Hermes stellt Insolvenzantrag

Die Düsseldorfer Papierfabrik Hermes & Cie. KG, Tochtergesellschaft des Versandtaschenherstellers Curtis 1000 Europe AG, musste heute Insolvenz anmelden.

Vor allem externe Faktoren wie rasant gestiegene Energie- und Rohstoffkosten sowie der niedrige Dollarkurs bei gleichzeitig sinkenden Abgabepreisen hätten nach Angaben des Unternehmens den Umsatz und das Ergebnis im vergangenen Jahr stark belastet. Die Papierfabrik Hermes hat ihren Sitz seit 1911 in Düsseldorf und produzierte zuletzt mit rund 100 Mitarbeitern am Standort hochwertiges Druck- und Kopierpapier aus Altpapier. Durch drastisch steigende Energiepreise blieb Hermes nach einer Neuausrichtung in den vergangenen Monaten stark unter Druck. Die Curtis-Gruppe forcierte daher nach eigenen Angaben Verhandlungen mit einem möglichen neuen Investor über einen Verkauf der Papierfabrik. Gespräche des Investors mit dem lokalen Energieversorger, die mit dem Ziel geführt worden seien, zu einer Einigung über planbare Energiepreise zu gelangen, scheiterten am Montag endgültig. Die Produktion musste bereits eingestellt werden. Die Curtis 1000 Europe AG hat Hermes vor fünf Jahren aus dem Besitz der RWE Umwelt übernommen. „Trotz Verhandlungen bis zur letzten Minute blieb nur die Insolvenz als Lösung für Hermes. Diesen Schritt mussten wir auch gehen, um negative Auswirkungen auf die gesamte Curtis-Gruppe und ihres Kerngeschäfts zu vermeiden“, erklärte Ingo Hafner, Vorstandsvorsitzender der Curtis 1000 Europe AG. 

Mit der Curtis Fine Papers aus St. Andrews (Schottland) hatte bereits am 24. Juli 2008 eine traditionsreiche Papierfabrik Antrag auf Insolvenz gestellt. Die Curtis Fine Papers gehört jedoch nicht zur deutschen Curtis-Gruppe.

Kontakt: www.curtis.de

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