BusinessPartner PBS

Finanzierung bleibt für viele IT-Firmen schwierig

Die Finanzierungssituation vieler Hightech-Unternehmen bleibt schwierig. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom unter 301 IT-Unternehmen hervor.

Danach berichten 35 Prozent der Unternehmen, dass sie Schwierigkeiten bei der Finanzierung haben. Trotz der verbesserten Konjunkturaussichten hat sich dieser Wert im Vergleich zum September 2009 nicht verändert. Ein Viertel der befragten Unternehmen gibt an, dass sich ihre Kreditkonditionen im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise verschlechtert haben. Das heißt, die Firmen mussten mehr Sicherheiten stellen oder höhere Zinsen zahlen. 13 Prozent der Unternehmen klagen darüber, dass die Refinanzierung über die Kapitalmärkte schwieriger geworden ist. Bei 5 Prozent der Firmen haben die Banken die Kreditlinien gekürzt oder Kredite verweigert. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich. „Die Finanzkrise hat deutliche Spuren hinterlassen“, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. „Die Gefahr einer Kreditklemme ist noch nicht gebannt.“

Die staatlichen Maßnahmen konnten die Auswirkungen der Krise aus Sicht des Bitkom bisher nicht ausgleichen. Bereits seit September 2009 gewährt der Staat den Kreditinstituten Globaldarlehen in Höhe von 10 Milliarden Euro, die in Form von Krediten an Unternehmen weitergereicht werden müssen. Erst seit Januar 2010 greifen die staatlichen Hilfen für Warenkreditversicherungen. Hierfür stehen aus dem Deutschland-Fonds 7,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Ab Februar gelten verbesserte Kreditkonditionen für das KfW-Sonderprogramm, das vor allem dem Mittelstand helfen soll. Zudem wird im März der von der Bundesregierung bestellte Kreditmediator seine Arbeit aufnehmen. Seine Aufgabe ist es, in Streitfällen zwischen Unternehmen und Banken zu vermitteln.

Ein Problem bei der Finanzierung ist, dass sich die Eigenkapitalbasis vieler Unternehmen im Zuge der Wirtschaftskrise verschlechtert hat. Damit leidet auch ihre Bonität als Kreditnehmer. Erschwert wird die Lage durch die verschlechterte Zahlungsmoral vieler Kunden. Ein Viertel der befragten Unternehmen gibt an, dass sich die Zahlungsmoral ihrer Kunden spürbar verschlechtert hat. Noch vor einem Jahr klagten nur halb so viele Firmen über deutlich verspätete oder ausbleibende Zahlungen.

Kontakt: www.bitkom.org

Verwandte Themen
Dr. Benedikt Erdmann
Dr. Benedikt Erdmann äußert sich zu Nordanex-Übernahme weiter
Positiv optimistisch oder eher besorgt? Auch in diesem Jahr haben wir wieder nachgefragt, was wichtige Vertreter der Bürobranche vom kommenden Jahr erwarten.
Wie wird das Geschäftsjahr 2018? weiter
Der Handelstag auf der Paperworld bietet ein hochkarätig besetztes Vortragsprogramm, u.a. mit (v.l) Holger Jahnke (Sedus Stoll), Torsten Buchholz (Soennecken), Jonathan Brune (Durable/Luctra) und Lars Schade (Mercateo).
QO-Punkte sammeln beim Handelstag „Büro der Zukunft“ auf der Paperworld weiter
Als Group Show Director Konsumgütermessen bei der Messe Frankfurt verantwortet Julia Uherek die strategische Ausrichtung der Messen Paperworld, Creativeworld, Christmasworld und Beautyworld.
Julia Uherek folgt auf Cordelia von Gymnich weiter
Die Auszeichnung der Gewinner des Wettbewerbs „Büro & Umwelt“ ist Teil des „Sustainable Office Day“, der auf der Messe Paperworld im kommenden Januar stattfindet.
B.A.U.M. organisiert „Sustainable Office Day“ auf Paperworld weiter
Der Handelstag auf der Paperworld bietet ein hochkarätig besetztes Vortragsprogramm mit (v.l) Holger Jahnke (Sedus Stoll), Torsten Buchholz (Soennecken), Jonathan Brune (Durable/Luctra) und Lars Schade (Mercateo).
Top-Referenten beim Handelstag auf der Paperworld weiter