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Laserdrucker-Emissionen erneut in der Diskussion

Die Diskussion um gesundheitsschädigende Emissionen aus Laserdruckern gewinnt durch eine neue Untersuchung sowie entsprechende Medienberichte wieder an Fahrt. Der Bitkom hat einen Katalog mit FAQs veröffentlicht.

Die Diskussion ist nicht neu. Durch eine Untersuchung des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg (IUK) und entsprechende Medienberichte ist das Thema Emissionen aus Laserdruckern aber in den vergangenen Wochen wieder zunehmend ins öffentliche Bewusstsein gerückt.

Eigenen Angaben zufolge haben die Freiburger Forscher nachgewiesen, dass Lungenzellen genetische Schäden aufweisen, wenn sie den Emissionen der Geräte ausgesetzt werden. Die feinen Partikel aus Kopierern und Laserdruckern können nach Ansicht der Wissenschaftler Krebs verursachen. „Es kann passieren, dass die Zelle zu einer Tumorzelle transformiert wird. Das ist sehr ernst zu nehmen", sagte Professor Volker Mersch-Sundermann, Ärztlicher Direktor des Instituts für Umweltwissenschaften der Uniklinik Freiburg, gegenüber Medienvertretern. Die Ergebnisse der Untersuchung sind bisher noch nicht veröffentlicht. Die Forscher betonten, weitere Studien seien nötig, um das Gesundheitsrisiko näher zu untersuchen.

Der Branchenverband Bitkom als Vertretung der Hersteller sieht die Sicherheit von Laserdrucksystemen durch Zellforschungen des IUK Freiburg nicht in Frage gestellt. Aus den Ergebnissen aktueller Zelltests ließen sich keine Gesundheitsrisiken für den bestimmungsgemäßen Gebrauch der Geräte ableiten. Unter bestimmungsgemäßem Gebrauch wird das Einhalten der Vorgaben in Benutzerhandbüchern, Sicherheitsdatenblättern und anderen Herstellerpublikationen zusammengefasst. Wichtige Punkte umfassen: Angaben zum Aufstellen der Geräte, zu Betrieb und Wartung, zu maximalem Druckvolumen, zu Tonern und anderen Druckzubehörprodukten wie vom Hersteller vorgeschrieben

Im Gegensatz zu den etablierten Prüfkammermessungen und umfassenden gesundheitsrelevanten Bewertungsverfahren seien Anwendbarkeit und Aussagekraft der vorgestellten Labortestverfahren zudem wissenschaftlich nicht geklärt, so der Branchenverband. Das Institut habe lediglich erste Zwischenergebnisse einer Untersuchung vorgestellt, die wissenschaftliche Publikation der Studie stehe noch aus. Entsprechend weist der Bitkom darauf hin, dass Spekulationen und eine Verunsicherung von Benutzern auf Grundlage bisher nicht publizierter Zelltestergebnisse dringend zu vermeiden sind. Ende März hat der Branchenverband zudem einen zehnseitigen Katalog mit häufig gestellten Fragen zum Thema „Benutzersicherheit von Laserdruck- und Kopiersystemen“ veröffentlicht.

Kontakt: www.uniklinik-freiburg.de/iuk, www.bitkom.org

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