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Buchpreise in der Schweiz kippen

Die Buchpreisbindung in der Schweiz ist endgültig vom Tisch. Der eidgenössische Bundesrat hat gestern ein Gesuch der Buchhändler und Verleger abgelehnt.

Nach einem Entscheid der Wettbewerbskommission und der Bestätigung durch das Bundesgericht war der Bundesratsentscheid die letzte Hoffnung für die Buchhändler. Diese plädierten für Beibehaltung der Buchpreisbindung. Laut der Landesregierung konnte die Notwendigkeit der Preisbindung nicht nachgewiesen werden, um die hervorgehobenen Leistungen auf der Ebene der Autoren, Verlage, des Handels und für die Konsumenten zu erzielen. Die Wettbewerbskommission hatte bereits am 21. März 2005 die Buchpreisbindung als unzulässige Absprache qualifiziert. Wie die NZZ mitteilt, stellten der schweizerische Buchhändler- und Verlegerverband und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels danach als letzte Möglichkeit der Intervention ein Ausnahmegesuch an den Bundesrat. Als eine der ersten Reaktion kündigte der Oltner Weltbild Verlag eine Senkung der Preise für ausgewählte Bestseller um 30 Prozent an. "Der Inhalt und vor allem der Zeitpunkt des heutigen Entscheids ist doch sehr überraschend für uns. Die neue Freiheit der Preisgestaltung soll unseren Kunden zugute kommen, darum haben wir schnell reagiert", so Rita Graf, Geschäftsführerin des Oltner Medienversenders. Mit 27 Filialen und über 100 Millionen CHF Jahresumsatz ist Weltbild einer der größte Medienanbieter in der Schweiz und nach eigenen Angaben mehr als eine Million Kunden im Versand- und Internethandel.

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