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Digitalisierung: Bitkom fordert Pflichtfach Informatik

Angesichts der Digitalisierung der gesamten Wirtschaft fordert der Verband Bitkom Reformen bei der Ausbildung sowie beim Fächerkanon in der Schule.

„Die Digitalisierung verändert unsere Wirtschaft tiefgreifend, von den Produkten bis zu Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen. Wir müssen unsere Jugendlichen dafür mit einer modernen, zukunftsorientierten Ausbildung fit machen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Den Grundstein dafür müssen wir bereits in der Schule legen, unter anderem mit einer fundierten Vermittlung von Digitalkompetenz im Fächerkanon, einem Pflichtfach Informatik und mit Englisch als Lingua franca der digitalen Welt ab der ersten Klasse.“

Der Bitkom hatte 1539 Geschäftsführer und Personalleiter von Unternehmen mit mehr als drei Mitarbeitern befragen lassen. Drei Viertel der Unternehmen (76 Prozent) sind der Meinung, dass der zunehmende Einsatz digitaler Technologien eine inhaltliche Anpassung der bestehenden Ausbildungsberufe erfordert. Mehr als jedes vierte Unternehmen (29 Prozent) gibt sogar an, dass in Folge der Digitalisierung völlig neue Ausbildungsberufe eingeführt werden müssen.

Vor allem im Mittelstand wird ein großer Bedarf an neuen Ausbildungsberufen gesehen. 40 Prozent der Unternehmen mit 50 bis 499 Beschäftigten plädieren für die Einführung gänzlich neuer Ausbildungsprofile, 68 Prozent befürworten Anpassungen bei den bestehenden Berufsbildern. Rohleder: „Der Mittelstand steht vor der besonderen Herausforderung, seine bisherige Stärke auch in die digitale Welt zu überführen. Den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation kommt im Mittelstand eine ganz besondere Bedeutung für die digitale Innovationsfähigkeit zu.“

Kontakt: www.bitkom.org 

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