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Immer weniger Geld für Einzelhandel?

  • 06.08.2009
  • Monitor
  • Jörg Müllers

Trotz einem Plus bei den verfügbaren Einkommen in Deutschland und der Prognose, dass die Verbraucher ihren Konsum in diesem Jahr nicht einschränken werden, sehen Wirtschaftsforscher den Einzelhandel auf der „Verliererseite“.

Nach Vorausberechnungen der Wirtschaftsforschungsinstitute und Prognosen der Unternehmensberatung BBE Retail Experts sollen die verfügbaren Einkommen in Deutschland in diesem Jahr um 1,9 Prozent steigen. Insgesamt würden sich die Nettoeinkommen aus abhängiger Arbeit, Unternehmertätigkeit und Kapitalanlagen sowie die Sozialeinkommen auf rund 1.582 Milliarden Euro belaufen. Pro Kopf der Bevölkerung beziffert sich das prognostizierte verfügbare Einkommen damit auf einen Durchschnittswert von 19.240 Euro. Der Einzelhandel partizipiere daran laut BBE Retail Experts aber immer weniger. Hintergrund sei die Entwicklung, dass die Verbraucher einen wachsenden Teil ihres Einkommens für Wohnung, Wasser, Strom, Gas, die private Altersvorsorge sowie die Gesundheitsversorgung aufwenden müssten. Der Einzelhandel im eigentlichen Sinne werde sich im laufenden Jahr daher nur noch mit einen Anteil von 29,2 Prozent am gesamten Privaten Verbrauch behaupten können. Allein gegenüber dem Jahr 2000 bedeute dies einen relativen Anteilsverlust von 4,1 Prozentpunkten.

Kontakt: www.bbe-retail-experts.de

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