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Unternehmen setzen nur zögerlich auf E-Invoicing

Elektronische Rechnungen gewinnen in Deutschland nur langsam an Akzeptanz. Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts AddValue im Auftrag des Rechnungslogistikers Itella.

Demnach erwarten 48 Prozent der befragten Unternehmen, auch in zwei bis drei Jahren ausschließlich Papierrechnungen zu verschicken. Damit rangiert Deutschland in Europa im unteren Mittelfeld, was die Akzeptanz elektronischer Rechnungen anbelangt. Deutschland holt damit im europäischen Vergleich nur langsam auf: In einer vergleichbaren Itella-Studie aus dem Jahr 2008 erwarteten 53 Prozent zukünftig ausschließlich auf Papier zu setzen.

„Die E-Rechnung bahnt sich langsam aber stetig seinen Weg in den deutschen Markt. Das so viele Unternehmen noch immer zögerlich sind, ist unverständlich. Der digitale Rechnungsaustausch bietet sowohl enorme Einsparpotenziale, als auch die Möglichkeit, angeschlossene Prozesse etwa in der Verknüpfung mit der Beschaffung direkt zu optimieren“, erklärt Raimund Schlotmann, Geschäftsführer von Itella in Deutschland. „Dabei macht es keinen Sinn, sich dieser Entwicklung zu verschließen.

Auch im Rechnungseingang gebe es in Deutschland noch Optimierungspotenzial. Zwar sehen Unternehmen zunehmend den Nutzen, Eingangsrechnungen zu einem bestimmten Zeitpunkt im Prozess zu digitalisieren, doch werden 40 Prozent der anfallenden Rechnungen erst nach der Bearbeitung, nämlich zum Archivieren, gescannt. „Dieser Prozess ist absurd“, so Schlotmann. „Wenn ich mich als Unternehmen schon dazu entschließe, meine Eingangsrechnungen zu digitalisieren, dann mache ich das doch am Anfang meines Prozesses. So habe ich die Rechnung digital zur weiteren Bearbeitung, etwa dem Freigabeprozess, vorliegen. Das spart Zeit und Geld.“

Vom Gesamtrechnungsaufkommen in Deutschland werden nur 16 Prozent der Rechnungen vor der Bearbeitung eingescannt – lediglich zwei Drittel davon zur weiteren Verarbeitung. Mit einem Anteil von 44 Prozent aller Rechnungen, die überhaupt nicht digitalisiert werden, rangiert Deutschland am Ende der untersuchten Länder. Geht es um die Gründe, warum deutsche Unternehmen ein Projekt für die Rechnungslogistik anstoßen, spielen die Faktoren Kostenersparnis (23 Prozent) und die Reduktion manueller Arbeit (12 Prozent) die wichtigsten Rollen. Für die Befragung wurden Daten von über 4700 Unternehmen in 16 Europäischen Ländern erhoben.

Kontakt: www.itella.de, www.rechnungslogistik.de

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