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Elektronisches Papier vor Marktreife

Plastic Logic will bis Ende 2008 die ersten seriengefertigten flexiblen Displays in A5-Größe, so genanntes elektronisches Papier, auf den Markt bringen.

In Dresden legte das britische Unternehmen den Grundstein für eine entsprechende Fabrik. Mit 140 Mitarbeitern will Plastic Logic, im Jahr 2000 als Ausgründung des Cavendish Laboratory an der Universität Cambridge entstanden, bereits ab 2008 mehr als eine Millionen Displays produzieren. Die leichten, biegsamen und besonders stromsparenden Bildschirme ermöglichen, nach Unternehmensangaben, völlig neue Anwendungen wie elektronische Bücher und elektronische Zeitungen. Das dünne und robuste E-Paper vereint dabei die Vorteile von Computerbildschirm und Papier. Im Jahr 2010 rechnen Experten bereits mit einer weltweiten Nachfrage von 41,6 Millionen Einheiten.

Einige Tage zuvor bereits hatte Konkurrent LG Philips aus Südkorea den Prototyp eines biegsamen Farbdisplays in A4-Größe vorgestellt. Die Marktreife soll nach Angaben des Unternehmens in zwei bis drei Jahren erreicht sein.

Die Technik für die Geräte, die von amerikanischen Wissenschaftlern vom Palo Alto Research Center (PARC) entwickelt wurde, gibt es bereits seit den 70er Jahren. Dabei werden Millionen mikroskopisch kleiner Kapseln, die elektronisch geladen sind und eine weiße und eine schwarze Seite haben, einzeln angesteuert und hin- und hergedreht. Der größte Vorteil der Technik ist der niedrige Energieverbrauch sowie der hohe Kontrast, der das elektronische Papier fast genauso gut lesbar macht wie normales Papier. Nachteil ist, dass sich die Display - zumindest noch - nicht knicken lassen.

Die Anwendungsmöglichkeiten des elektronischen Papiers sind vielfältig. Schon in einigen Jahren könnten ganze Bibliotheken und Zeitungsarchive mobil verfügbar sein. Auch auf großen Plakatwänden ließe sich die neue Technologie einsetzen.

Kontakt: www.plasticlogic.com, www.lgphilips-lcd.com

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