BusinessPartner PBS
Betroffenheit von Fake-Inkasso (Quelle: BDIU)
Betroffenheit von Fake-Inkasso (Quelle: BDIU)

Fake-Inkasso: Verband warnt vor falschen Mails und SMS

Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) warnt aktuell vor neuen Fällen sogenannten Fake-Inkassos.

Zuletzt hatten einige Verbraucher in ganz Deutschland Zahlungsaufforderungen per SMS erhalten. Das Problem: Die dahinter stehenden Forderungen waren frei erfunden. Und auch die angeblichen Inkassounternehmen gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Sehr häufig benutzen Betrüger die Logos oder fälschen sogar E-Mail-Adressen bestehender Unternehmen, um ihren falschen Forderungen Nachdruck zu verleihen. „Das ist eine neue Form von Kriminalität“, klagt Kirsten Pedd, Präsidentin des BDIU, „oft regelrecht organisiert. Uns sind Fälle bekannt, bei denen Banden aus dem Ausland Tausende Briefe an arglose Verbraucher in Deutschland geschickt haben.“ Wie viele der Empfänger gezahlt haben, ist zwar nicht bekannt. Aber vermutlich sind Beträge in Millionenhöhe auf die Konten der Betrüger geflossen.

Grundsätzlich rät Pedd, bei Erhalt von Inkasso-Mahnungen diese auf Plausibilität zu prüfen. „Seriöse Firmen sind verpflichtet, bereits im ersten Mahnschreiben genaue Angaben zur Forderung zu machen – zum Beispiel den Namen oder die Firma des Auftraggebers sowie den Grund für die Forderung zu nennen“, erklärt die BDIU-Präsidentin. Vorsicht sei demnach angebracht, wenn die Angaben im Briefkopf nicht mit dem Rest des Schreibens übereinstimmen. Auch wenn die Bankverbindung ins Ausland verweist – zu erkennen an den ersten beiden Buchstaben der IBAN –, sollten Verbraucher auf Nummer sicher gehen und im Zweifel den Dienstleister oder den Gläubiger um Aufklärung über die Forderung bitten. „Seriöse Firmen werden alles tun, um dem Zahlungspflichtigen den Anspruch des Gläubigers klar und deutlich darzulegen.“

Ein Check im Rechtsdienstleistungsregister, einem Portal der deutschen Landesjustizverwaltungen, schafft zudem Sicherheit, ob das Unternehmen überhaupt Inkasso durchführen darf. Unter dieser Adresse sind alle deutschen Inkassodienstleister registriert: ww.rechtsdienstleistungsregister.de

Kontakt: www.inkasso.de 

Verwandte Themen
In der Vergangenheit war die Druck + Form als Fachmesse für die druckende Industrie in Sinsheim meist gut besucht.
Druck + Form für 2017 abgesagt weiter
Noch in diesem Jahr sollen rund 150 Vorserienfahrzeuge des Transporters im StreetScooter-Werk in Aachen produziert werden und bei Deutsche Post DHL in der Paketzustellung zum Einsatz kommen. (Bild: Ford-Werke GmbH/Lothar Stein)
DHL setzt auf elektrische Antriebe weiter
Der Verband der KMU-Berater warnt die kleinen und mittleren Unternehmen vor Mängeln bei der Beratung durch Banken. (ThinkstockPhotos 637326492)
Kleine Unternehmen sollten Verhandlungsposition verbessern weiter
Egal wann, egal wo, egal wie. So wollen immer mehr Kunden heute einkaufen. (Bild: Kalim/Fotolia)
Wo steht der Handel beim Omni-Channel? weiter
Parallel zur Paperworld in Frankfurt finden auch im kommenden Januar die Creativeworld, Christmasworld und Floradecora statt. (Bild: Messe Frankfurt Exhibition GmbH)
Rund 1500 Unternehmen planen Auftritt in Frankfurt weiter
Auf der PSI in Düsseldorf treffen sich Anfang des Jahres Anbieter und Händler der Werbeartikelbranche. (Quelle: Behrendt und Rausch)
PSI FIRST Club geht 2018 in die fünfte Runde weiter