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Potenziale für Green IT noch nicht ausgeschöpft

Die Potenziale für Green IT sind noch längst nicht ausgeschöpft. Um das zu ändern, hat die Green IT Allianz, eine Initiative im Rahmen des IT-Gipfels, eine Reihe von Handlungsempfehlungen erarbeitet.

„Green IT kann der Schlüssel zur Erreichung der Klimaschutzziele sein“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 zu verringern, regt die Green IT Allianz die stärkere Unterstützung von internationalen Projekten zur Festlegung von CO2-Berichtsstandards an. Unternehmen sollten bei der Einführung eines ITK-gestützten Energiemanagement-Systems steuerliche Anreize erhalten. Der öffentliche Sektor müsse hier eine Vorbildfunktion übernehmen.

Auch bei der ITK-Ausstattung lassen sich nach Ansicht der Initiative große Einsparpotenziale heben. So verbrauchen die rund 26,5 Millionen Arbeitsplatzcomputer, die in Deutschland im Einsatz sind, nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums jährlich vier Terawattstunden (TWh) Strom – mehr als ein großes Kohlekraftwerk im Jahr produzieren kann. Bis 2020 wird die Zahl der Rechner auf 37 Millionen Geräte steigen. Durch den Einsatz energieeffizienter Geräte sind hier erhebliche Energie- und Materialeinsparungen möglich.

Lediglich jeder zweite Arbeitsplatzrechner gilt derzeit als energie- und materialeffizient. Dieser Anteil sollte nach Vorstellungen der Green IT Allianz bis 2020 auf 85 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig sollte der durchschnittlich Stromverbrauch von Arbeitsplatzcomputern in Deutschland von heute 150 kWh auf 60 kWh im Jahr 2020 verringert werden.

Die Green IT Allianz wurde im Rahmen des 3. Nationalen IT-Gipfels eingerichtet. Ihre wichtigsten Ziele sind die Weiterentwicklung der politischen und wirtschaftlichen Agenda für Green IT, der Ausbau der Vorreiterrolle der ITK-Branche bei Green Technologies, die Verbesserung der Export-Chancen deutscher Technologieanbieter sowie die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Anbietern, Anwendern, Politik und Wissenschaft. Gemeinsam will man die besten Technologien mit dem geringsten CO2-Ausstoß identifizieren und deren Entwicklung und Einführung beschleunigen.

Die Green IT Allianz wird unterstützt von einigen Forschungseinrichtungen, dem CIOcolloquium als Vereinigung der wichtigsten ITK-Anwender und unter anderem folgenden Unternehmen und Organisationen: Allianz, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV), Deutsche Telekom, Fujitsu Technology Solutions, Germany Trade and Invest, Hitachi Data Systems, Hewlett-Packard, IBM, IDS Scheer, Infineon, Intel, Microsoft, Nokia Siemens Networks, Oracle, Ricoh, SAP, Software AG.

Kontakt: www.bitkom.org

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