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So reagierte Deutschland auf die steigende Arbeitsbelastung 2016: 40 Prozent der Befragten machen weniger Pause, 37 Prozent arbeiten auch am Wochenende. Bild: Wrike
So reagierte Deutschland auf die steigende Arbeitsbelastung 2016: 40 Prozent der Befragten machen weniger Pause, 37 Prozent arbeiten auch am Wochenende. Bild: Wrike

„Digital Work Report": Angestellte ächzen unter größerer Arbeitsbelastung

Insgesamt 72 Prozent der Deutschen finden, dass ihre Arbeitsbelastung 2016 angestiegen ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie in der 3000 Büroangestellte befragt wurden.

„Unser Arbeitsaufkommen ist höher, es werden aber keine neuen Mitarbeiter eingestellt", gaben 57 Prozent der Befragten in der Studie "Digital Work Report" des Software-Anbieters Wrike wieder. Als weiteren Grund nannten 29 Prozent der Befragten in Deutschland, dass auch am Bestandspersonal Kürzungen vorgenommen wurden. Für 26 Prozent ist eine höhere Erwartungshaltung auf Seiten der Kunden die Ursache für das Mehr an Belastung.  

Der Anstieg des subjektiv wahrgenommenen Stresslevels ist für 66 Prozent der Befragten die deutlichste Folge der gestiegenen Arbeitsbelastung. Damit fühlen sich die Deutschen im europäischen Vergleich mehr gestresst als die Franzosen (60 Prozent) und Briten (62 Prozent).

Reaktion auf steigende Arbeitsbelastung

Während 61 Prozent der Deutschen versuchen, mit Überstunden gegenzusteuern, sind es bei den Briten nur 47 Prozent (Frankreich 56 Prozent). In Deutschland und Großbritannien schieben viele Angestellte Aufgaben vor sich her, weil sie mit ihrer Arbeit nicht nachkommen.  

In puncto Gesundheit scheinen die Briten Europas Musterschüler zu sein. Nur etwa jeder Zehnte (13 Prozent) reagiert auf starke Arbeitsbelastung mit dem Griff zur Zigarette, in Deutschland und Frankreich ist es jeder vierte (26 beziehungsweise 25 Prozent).  

Als sehr gravierend empfinden die deutschen Teilnehmer der Umfrage die Einschnitte in ihr Privatleben. 51 Prozent geben an, dass die Zeit, die sie mit ihrer Familie verbringen, gegenüber 2015 deutlich weniger geworden ist. Auch die Zeit, die allgemein zuhause verbracht wird, ist für 53 Prozent spürbar geschrumpft. Eine Konsequenz: 41 Prozent der Befragten gaben an, dass sie gerne Teilzeit arbeiten würden, wenn sie es sich finanziell leisten könnten

Technologischer Fortschritt als Ausweg?

Neben der Arbeitsbelastung untersucht der „Digital Work Report“, wie produktiv Büroangestellte arbeiten und welche Hilfsmittel sie im Büro nutzen. Dabei zeigt sich, dass digitale Technologien von der großen Mehrheit der Befragten (74 Prozent) begrüßt werden, weil sie zu einem besseren Aufgabenmanagement, einfacherem Zugang zu Informationen, besseren Voraussetzungen für flexible Arbeitszeitmodelle und zu mehr Produktivität verhelfen.  

„Das Problem ist, dass die Arbeitsbelastung stark zunimmt, unsere aktuell genutzten Systeme und Tools aber nicht mithalten. Für die Mitarbeiter ist das auf Dauer frustrierend. Sie benötigen bessere Werkzeuge, um die schiere Menge an Arbeit, Anfragen und Anforderungen zu bewältigen. Gleichzeitig brauchen Führungskräfte einen Überblick über die Arbeitsbelastung des Teams – und realistische Erwartungen dazu, wie viel die Mitarbeiter schaffen können, ohne überlastet zu sein“, sagt Andrew Filev, Gründer und CEO von Wrike. „Eine Maschine würde man ja auch nicht überlasten und dann erwarten, dass alles störungsfrei weiterläuft. Dieses Prinzip gilt umso mehr für den Menschen, vor allem, wenn qualitativ hochwertige Arbeit und gute Ideen erwartet werden", so Filev weiter.

Kontakt: www.wrike.com/de

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