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Festplattenpreise steigen um 80 Prozent

Das Hochwasser in Thailand hat zu einer massiven Verteuerung von Computer-Festplatten geführt. Seit September sind die Preise in Deutschland um durchschnittlich 80 Prozent gestiegen, berichtet der Bitkom.

Basis der Angaben ist eine Analyse des Preisvergleichsportals Guenstiger.de für den Bitkom. Bei der Untersuchung wurden die Preise von 300 Festplatten-Modellen im Zeitraum vom 2. September bis 9. November in Online-Shops ausgewertet. Betrachtet wurden interne und externe Speicherlaufwerke der Hersteller Hitachi, Samsung, Seagate, Toshiba und Western Digital, die den Großteil des Marktes ausmachen. „Die Liefersituation bei Festplatten bleibt angespannt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Hersteller arbeiten intensiv daran, ihre Fabriken wieder in Betrieb zu nehmen und die Produktionskapazitäten an anderen Standorten hochzufahren.“

In Thailand werden mehr als ein Drittel aller weltweit hergestellten Computer-Festplatten produziert. Auch sind in Thailand zahlreiche Zulieferbetriebe ansässig. Nach Schätzungen von Marktforschern werden die Anbieter im vierten Quartal weltweit etwa ein Viertel weniger Festplatten ausliefern als in den Vorquartalen.

Noch unklar ist, wie sich die verringerte Produktion auf die Hersteller von Computern auswirken wird. Kurzfristige Preisbewegungen bei Computern erwartet der Bitkom nicht. Rohleder: „Die Computer für das Weihnachtsgeschäft sind produziert und stehen zur Auslieferung bereit.“ Zudem sei fraglich, ob die Hersteller angesichts des Wettbewerbs höhere Bezugspreise für einzelne Komponenten an Kunden weitergeben können. So sind die Preise für Notebooks nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21 Prozent gesunken.

Kontakt: www.bitkom.org

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