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Folge der Werbe-Schwemme? Menschen reagieren immer dünnhäutiger auf irrelevante Werbung. (Grafik: Ricoh Europe, Ausschnitt)
Folge der Werbe-Schwemme? Menschen reagieren immer dünnhäutiger auf irrelevante Werbung. (Grafik: Ricoh Europe, Ausschnitt)

Marketing: Viele Menschen haben unpersönliche Werbung satt

Eine neue von Ricoh gesponserte Studie zeigt, dass Kunden heute individuelle Werbeinhalte von Unternehmen erwarten – und auf Massenwerbung immer ablehnender reagieren.

E-mail und Social Media machen es heute leicht möglich, zum Endkunden einen „direkten Draht“ aufzubauen. Doch eine aktuelle Befragung von Ricoh zeigt, dass angesichts der „Werbe-Flut“ die Toleranzschwelle der Menschen immer weiter sinkt: Das kann soweit gehen, dass der Absender irrelevanter Informationen mit seinen Botschaften schließlich gar nicht mehr „durchdringt“ – und seine Marke quasi auf einer „Schwarzen Liste“ landet. „Der Ärger über unwichtige Werbung wirkt sich nachteilig auf die Loyalität, das Vertrauen und die Kaufbereitschaft der Verbraucher aus“, fasst Ricoh die Ergebnisse der Untersuchung unter knapp 3000 Menschen in Europa und im Nahen Osten zusammen.

Zwei Drittel (65 Prozent) der Verbraucher geben an, dass ihre Bindung an eine Marke abnimmt, wenn diese sie mit unwichtigen Informationen überschwemmt. Eine ähnlich hohe Zahl (63 Prozent) würde auch weniger Geld ausgeben und sogar nie wieder etwas von solch einer Marke kaufen (57 Prozent). Fast ein Fünftel der Verbraucher hat die Marke gewechselt, ein weiteres Fünftel hat sich bei einem Dienstleister beschwert, und zehn Prozent haben sich sogar an eine Beschwerdestelle gewandt. Immerhin stellte die Befragung auch fest: 80 Prozent der Menschen sind bereit, persönliche Daten, einschließlich Beruf, Gehalt, Browsing-Verhalten und Krankengeschichte im Internet preiszugeben.

„Verbraucher möchten nicht mit belanglosen Inhalten konfrontiert werden, sondern das Gefühl haben, dass sich eine Firma die Zeit genommen hat, sie als Einzelperson kennenzulernen. Dabei ist ein zielgerichteter Umgang mit den Daten der Verbraucher besonders wichtig“, so David Mills, CEO von Ricoh Europe. Er betont, es müsse noch viel von den Anbietern getan werden, um Vertrauen in ihre Kundenkommunikation zu steigern: „Dazu müssen die Unternehmen die Sammlung, Verteilung und Verwaltung von Daten rationalisieren, um eine konsistente Verwendung in allen Kanälen sicherzustellen. Informationen, die von Kunden angegeben werden, sollten so verwendet werden, dass nicht nur alle Sonderaktionen und Updates individuell auf sie zugeschnitten sind. Es sollten auch ihre persönlichen Umstände berücksichtigt werden.“

Kontakt: www.ricoh-europe.com 

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