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Einkaufsorte nach Häufigkeit – Saldo aus Zu- und Abnahmen (Quelle: KPMG/IFH Köln, 2015)
Einkaufsorte nach Häufigkeit – Saldo aus Zu- und Abnahmen (Quelle: KPMG/IFH Köln, 2015)

Studie: Online- und Local-Shopping auf dem Vormarsch

Eine aktuelle Umfrage bestätigt nicht nur, dass das Online-Shopping inzwischen bei den Konsumenten fest verankert ist, sondern auch die Nahversorgung in der Gunst zulegen kann.

Online-Handel, Stadtzentren, Shopping-Center, Fachmärkte, Nahversorgung – der Format- und Standortwettbewerb im Einzelhandel ist vielschichtig. Welche stationären Standorte für die Konsumenten je nach Wohnortgröße relevant sind und welche Rolle der Online-Handel im Einkaufsstättenmix spielt, nimmt die aktuelle Ausgabe des „Consumer Barometers“ von IFH Köln und KPMG unter die Lupe.

Mangelndes Angebot vor Ort befeuert Internet-Bestellungen

Online-Shopping ist heutzutage für alle Stadtbewohner mehr oder weniger selbstverständlich. Dennoch lassen sich bei genauerem Hinsehen Unterschiede nach den Ortsgrößen ausmachen: Bewohner kleinerer und mittelgroßer Städte (bis 100 000 Einwohner) kaufen Artikel aus den Bereichen Sport/Hobby/Freizeit und Kosmetik/Drogeriewaren/Gesundheit häufiger online ein als Großstädter dies tun. Der Grund ist im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend: Entsprechende Angebote sind in den Geschäften am eigenen Wohnort oder in der näheren Umgebung oftmals weniger verfügbar. In anderen Sortimentsbereichen wie beispielsweise Mode und Consumer Electronics wird dagegen angebotsunabhängig aus Lust oder Überzeugung online geshoppt.

Nahversorgung im Wohnort (wieder) relevanter


Neben dem Online-Kanal gewinnt auch die lokale Nahversorgung innerhalb des eigenen Wohnortes (wieder) an Bedeutung – und zwar unabhängig von der Ortsgröße (Kleinstädte plus 21,1 Prozent, Mittelstädte plus 26,8 Prozent und Großstädte plus 29,3 Prozent). Während in kleineren Städten jedoch überwiegend FMCG-Produkte (Fast Moving Consumer Goods wie Lebensmittel und Getränke) am Wohnort eingekauft werden, befriedigen Großstädter ihren Bedarf in fast allen Sortimentsbereichen vor der eigenen Haustür.

„Shopping-Trips“ nehmen tendenziell ab

Das Consumer Barometer zeigt auch: Aus Sicht der befragten Konsumenten nehmen „Shopping-Trips“ in die nähere Umgebung des eigenen Wohnortes tendenziell ab. Jedoch sind insbesondere die Bewohner kleinerer Orte auf den Einkauf in angrenzenden Städten angewiesen. Dies gilt insbesondere für Sortimentsbereiche, bei denen das Online-Shopping noch nicht so weit verbreitet ist. Auch Shopping-Center, Fachmarktzentren sowie Outlet-Center werden nach Angaben der befragten Konsumenten seltener besucht.

Kontakt: www.ifh-koeln.de www.kpmg.com/de 

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