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3D-Drucker drängen in den Markt

3D-Drucker werden sich, einer BITKOM-Umfrage zufolge, am Markt durchsetzen und große Teile der Wirtschaft beeinflussen. 81 Prozent aller ITK-Unternehmen rechnen damit, dass die Geräte einzelne Branchen stark verändern.

Drei Prozent der Befragten meinen sogar, die Geräte würden die Wirtschaft insgesamt revolutionieren. Nur acht Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, 3D-Drucker würden generell keine große Bedeutung entwickeln. Sechs Prozent glauben, die Geräte seien vor allem für Privatverbraucher interessant.

„3D-Drucker haben das Potenzial, schon in wenigen Jahren viele Wirtschaftszweige nachhaltig und stark zu verändern“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder zum Start der Hannover Messe. Nicht nur Güter des täglichen Gebrauchs wie Geschirr und Designgegenstände, Spielzeug oder Materialien für Heimwerker kann man künftig mit 3D-Druckern zu Hause nach Bedarf herstellen. Langfristig ist denkbar, dass beispielsweise auch Ersatzteile fürs Autos oder gar Zahnfüllungen oder Prothesen vor Ort in Werkstätten oder Arztpraxen mit speziellen 3D-Druckern produziert werden.

3D-Drucker sind mittlerweile ab rund 2000 Euro zu haben. Sie kehren die Formgebung von Gütern um. Normalerweise wird Material abgetragen. Beim 3D-Druck hingegen wird Material schichtweise aufgebaut. Zunächst wird das Produkt in einem Datensatz als virtuelles 3D-Modell beschrieben. Beim Druck dieser Datei wird in der Regel ein Grundstoff - meist flüssiger Kunststoff, aber auch Keramik oder Metall - Schicht für Schicht per Spritzdüse auf einer Grundfläche aufgebracht, dann wird die Fläche millimeterweise abgesenkt und die neue Lage aufgebracht und es entsteht ein dreidimensionales Produkt. Rohleder: „3D-Drucker stellen viele Branchen vor enorme Herausforderungen. Wertschöpfungsketten werden sich stark verändern und auch der Produkt- und Markenschutz muss ganz neu gedacht werden.“

Kontakt: www.bitkom.org, www.hannovermesse.de

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