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Deutsche Konsumenten sind zuversichtlich

Deutsche Konsumenten sind zuversichtlicher als ihre europäischen Nachbarn, so eine Verbraucherstudie der Unternehmensberatung Alix Partners.

Die Wirtschaftskrise hat die deutschen Verbraucher weitaus weniger hart getroffen, als die Konsumenten anderer europäischer Staaten. Nur 25 Prozent der Deutschen sagen, ihre finanzielle Situation habe sich aufgrund der Krise verschlechtert. In Italien und Großbritannien hat sich die finanzielle Situation dagegen bei fast der Hälfte der Befragten verschlechtert (47 Prozent). Dennoch hat die Mehrheit der Deutschen aufgrund der Krise ihre Konsumgewohnheiten verändert.

Laut der European Consumer Attitudes and Behaviors Studie gingen die Deutschen weniger oft in Restaurants (49 Prozent), kauften weniger Markenprodukte (38 Prozent), fuhren weniger mit dem Auto (33 Prozent). Stattdessen kauften sie öfter als zuvor beim Discounter (29 Prozent) oder kauften mehr Handelsmarken (23 Prozent), benutzten mehr öffentliche Verkehrsmittel (13 Prozent) und sahen öfter fern (14 Prozent). Doch nur die wenigsten (14 Prozent) gehen davon aus, die Einschnitte langfristig beibehalten zu müssen. 32 Prozent der Deutschen hatten bereits geplante größere Einkäufe wie Möbel oder Flachbildschirme wegen der Krise auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die verschobenen Einkäufe wollen sie jedoch noch dieses Jahr (6 Prozent) oder im nächsten Jahr (42 Prozent) nachholen.

"Wenn der Optimismus der Deutschen nicht enttäuscht wird und sich ihre wirtschaftliche Situation verbessert, wird sich der Konsum bald weiter stabilisieren. Restaurants und Möbelhäuser könnten zuerst profitieren, aber eine vollständige Erholung des Konsumverhaltens ist nach unserer Umfrage nicht vor 2011/2012 zu erwarten", erläutert Detlev Schauwecker, Managing Director und Leiter des European Retail & Consumer Goods Teams von AlixPartners. Insgesamt wird die Nachfrage in Deutschland jedoch weniger stark ansteigen, als in anderen europäischen Ländern, nachdem es während der Krise in Deutschland auch keinen so dramatischen Rückgang der Nachfrage gegeben hatte. Den Handels- und Konsumgüterunternehmen rät Schauwecker zur Vorsicht: "In Krisen ändert sich das Verbraucherverhalten schneller als sonst. Unternehmen sollten sich nicht darauf verlassen, dass die früheren Kunden nach der Krise wieder zurückkehren."

Kontakt: www.alixpartners.com

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