BusinessPartner PBS
Die Rücknahmepflicht für alte Elektrogeräte beginnt ab 24. Juli. - ThinkstockPhotos-483215696
Die Rücknahmepflicht für alte Elektrogeräte beginnt ab 24. Juli. - ThinkstockPhotos-483215696

Informationsreihe zum ElektroG: Händler müssen Elektroaltgeräte kostenfrei zurücknehmen

Verbraucher können ihre alten Elektrogeräte demnächst kostenfrei bei Onlinehändlern und stationären Händlern zurückgeben. Dies betrifft stationäre Händler mit einer Ladenfläche von mehr als 400 Quadratmetern sowie Onlinehändler mit ebenso großer Lagerfläche.

„Obwohl die Rücknahmepflicht für Elektroaltgeräte seit Monaten bekannt ist, trifft sie viele Händler immer noch unvorbereitet“, sagt Anja Olsok, Geschäftsführerin der Bitkom Servicegesellschaft. „Wer mögliche Verbraucherklagen vermeiden will, sollte sein Geschäft umgehend auf die Rücknahmepflicht einstellen.“  

Das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) verpflichtet Händler zur Rücknahme von Elektroaltgeräten ab dem 24. Juli. Dann endet eine neunmonatige Übergangsfrist, nachdem das ElektroG am 25. Oktober 2015 in Kraft getreten ist.  

Diese neuen Rückgabemöglichkeiten werden für Verbraucher geschaffen: Bei der 1:1-Rücknahme geben sie ein Altgerät kostenlos zurück, wenn sie ein gleichartiges Neugerät kaufen. Händler müssen aber auch dann Altgeräte zurücknehmen, wenn Verbraucher kein neues Gerät erwerben möchten. Dies gilt jedoch nur bei solchen Altgeräten, deren Kantenlänge kleiner als 25cm ist.  

„Einige Händler bieten bereits heute eine freiwillige Rücknahme an, auch wenn sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind“, erklärt Olsok. „Für Händler kann dies ein Service sein, um Kunden zu binden.“

Rücknahmelösung für Händler

Die Bitkom Servicegesellschaft informiert im Rahmen einer ElektroG-Roadshow für Online-Händler über die Herausforderungen der aktuellen Gesetzgebung zu Elektroaltgeräten im In- und Ausland. Der „Weee-Full-Service“ der Bitkom Servicegesellschaft bietet Händlern eine Rücknahmelösung für Altgeräte an und unterstützt Unternehmen bei der Registrierung im Ausland. Als Partner dabei sind neben den deutschen Industrie- und Handelskammern die Kanzlei Kopp-Assenmacher & Nusser, die Unternehmensberatung Clover Consulting sowie das Entsorgungsunternehmen Noventiz. Kostenfreie Anmeldungen sind unter www.elektrog-roadshow.de möglich. Start war am 14. Juni in Berlin. Weitere Termine sind am 16. Juni in Kassel sowie am 22. Juni in Bielefeld angesetzt.  

Welche Folgen das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) für die Branche, insbesondere auch für das Segment Tinte und Toner hat, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von BusinessPartner PBS.

Kontakt: www.bitkom.org, www.garantiesystem-altgeraete.de 

Verwandte Themen
Der memo Nachhaltigkeitsbericht 2017/18 steht ganz im Zeichen von Logistik und der Mobilität.
memo präsentiert Nachhaltigkeitsbericht weiter
Weltweit werden die ITK-Umsätze laut EITO-Prognose um 3,3 Prozent auf 3,2 Billionen Euro steigen. (c) ThinkstockPhotos-498122216
ITK-Markt nimmt wieder Fahrt auf weiter
DLL-Zentrale in Düsseldorf
DLL wächst weiter konstant weiter
Stolze Preisträger (von links): die FKS-Geschäftsführer Christian Schroeder und Wolfgang Rocker
FKS erhält „Großen Preis des Mittelstandes 2017“ weiter
Die Ausgezeichneten (von links): Burkhard Exner (Bürgermeister der Stadt Potsdam), Dr. Heide Naderer (Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal), Prof. Dr. Susanne Menzel (Vizepräsidentin der Universität Osnabrück), Dr. Judith Marquardt (Beigeordnete der Stad
Rekord bei Recyclingpapierquote weiter
Der Großteil der Händler verkauft nach wie vor stationär – ein Drittel der Händler betreibt einen Online-Shop. (Quelle: ibi research: „Der deutsche Einzelhandel 2017“)
Stationäre Händler suchen Heil im Onlinevertrieb weiter