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Elektronische Post mit Anlaufschwierigkeiten

  • 13.12.2012
  • Monitor
  • Stefan Syndikus

Die elektronischen Briefdienste E-Postbrief und De-Mail stecken noch in den Kinderschuhen. Das zeigt ein aktueller Vergleich der Stiftung Warentest.

Seit Herbst gibt es die neuen De-Mail-Dienste von Telekom und Francotyp-Postalia. Zwei Jahre älter ist der E-Postbrief der Deutschen Post. Beide Systeme sind sicherer als herkömmliche E-Maildienste, erfordern allerdings mehr Aufwand: Nutzer müssen sich zunächst anmelden und identifizieren. Im Test war der E-Postbrief innerhalb von 24 Stunden einsatzbereit. Bei der Telekom De-Mail dauerte es eine Woche und bei Francotyp-Postalia mussten die Tester sogar einen Monat warten.

Unterschiede gibt es auch bei den Preisen: De-Mails kosten laut Stiftung Warentest je nach Datengröße zwischen 33 und 49 Cent. Teurer ist der E-Postbrief mit 55 Cent. Der Vorteil: Nachrichten und Dokumente können sowohl vertraulich als auch schnell via Internet verschickt werden. Problematisch ist, dass die neuen Dienste nicht jeden herkömmlichen Brief ersetzen können: Rechtsgeschäfte, die die Schriftform erfordern, also etwa die Kündigung eines Vertrags oder einer Versicherung, ist mit dem E-Postbrief gar nicht und mit der De-Mail nur mit viel Extra-Aufwand möglich.

Das größte Manko der neuen Dienste aber ist, dass sie untereinander nicht kompatibel sind: Nutzer des E-Postbriefs können keine Nachrichten an De-Mail-Adressen schicken und umgekehrt. Zwischen beiden Systemen gibt es keine Verbindung, die Zahl möglicher Empfänger ist somit stark begrenzt, so die Einschätzung von Stiftung Warentest.

Kontakt: www.test.de

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