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Die Kaufingerstraße in München ist Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeile 2015 (c) JLL, Stephan Geiger
Die Kaufingerstraße in München ist Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeile 2015 (c) JLL, Stephan Geiger

Passantenfrequenz: Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeile ist in München

Auch in diesem Jahr hat Jones Lang LaSalle (JLL) wieder die Passantenfrequenzen in 170 Einkaufsstraßen gemessen. Den Spitzenplatz sicherte sich dabei die Münchner Kaufingerstraße

Mit bis zu 15 655 Passanten pro Stunde weist damit die Einkaufsmeile mit den höchsten Ladenmieten zugleich die meisten Besucher auf. Die Frankfurter Zeil (13.480) und die Kölner Schildergasse (13.440) belegen die Ränge zwei und drei. Auf den Plätzen vier und fünf folgen die Kirchgasse in Wiesbaden (13.110) und die Spitalerstraße in Hamburg (13.070).

„Die Passantenfrequenzen sind nicht das alleinentscheidende Kriterium für die Expansionsentscheidungen von Handelsunternehmen“, sagt Dirk Wichner, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland bei JLL. „Hierfür ist die Erhebung von zu vielen variablen Einflussgrößen abhängig. Dennoch bietet unsere Zählung interessante Anhaltspunkte für einen punktuellen bundesweiten Standortvergleich und die Umsatzchancen der Händler. Kennziffern wie die Spitzenmiete, Zentralität oder Kaufkraft erhalten auf diese Weise zusätzliche Aussagekraft. Trotz der mit jeder Frequenzzählung verbundenen Unwägbarkeiten zeigt sich auch 2015 ein im langjährigen Vergleich stabiles Bild. Rund 80 Prozent der 50 bestfrequentierten Straßen waren auch im Vorjahr Bestandteil dieser Gruppe. Sehr erfreulich ist zudem, dass die Gesamtzahl der insgesamt 707 000 erhobenen Passanten trotz des wachsenden Onlinehandels und des durchwachsenen Wetters am Zähltag nur rund sieben Prozent unter dem Vorjahr liegt.“

Dirk Wichner, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland bei JLL
Dirk Wichner, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland bei JLL

Wichner zieht deshalb folgendes Fazit: „Einmal mehr zeigt sich, dass die 50 wichtigsten Einkaufsstraßen in Deutschland in sehr stabiler Verfassung sind und den Onlinehandel nicht fürchten müssen. Auch in der Zusammensetzung dieser erweiterten Spitzengruppe zeigt sich über die Jahre wenig Veränderung. Auf den Rängen 50 bis 100 sowie 100 bis 150 zeigt sich jedoch gegenüber dem Vorjahr ein durchschnittlicher Rückgang der Frequenzen um jeweils über zehn Prozent. Letztlich entscheidet jedoch nicht die Stadtgröße sondern die Attraktivität der Lage über den Erfolg. Die Konsumenten schätzen nach wie vor einen ausgedehnten Einkaufsbummel in ‚ihrer‘ Einkaufsstraße, wenn sie dort einen kompletten Mietermix und eine hohe Aufenthaltsqualität vorfinden. Hier müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen und das überwiegend hohe Niveau unserer Einkaufsmeilen durch Investitionen aufrechterhalten.“  

Die seit 1999 jährlich durchgeführte Erhebung ist die umfangreichste ihrer Art und ermittelt die Passantenströme in den 170 wichtigsten deutschen Einkaufsstraßen. Die Zählung erfolgte bundesweit zeitgleich am Samstag, den 21. März, zwischen 13.00 und 14.00 Uhr.  

Kontakt: www.jll.de 

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