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Studie: Die neue Lust am Upgrade

Das Hamburger Trendbüro untersucht den Zusammenhang zwischen dem Verlangen nach Besserem und der wachsender Nachfrage nach Gebrauchtem.

„Billig“ war gestern – das neue Konsum-Ideal heißt „Upgrading“. Damit ist das Bedürfnis gemeint, durch den Konsum die eigene Lebensqualität zu steigern. Es geht um die Lust auf hochwertigere und aufregendere statt immer billigere Produkte. Denn die Upgrade-Gesellschaft will immer „Premium“ sein. Das garantiert Anerkennung und ist zum Statussymbol geworden – so lautet der Befund einer unabhängigen aktuellen Studie des Hamburger Trendbüros, die eBay in Auftrag gegeben hat.

Beim Konsum flexibel bleiben Die ständige Lust auf das Bessere verändere die Einstellung zum Besitz, der zum Besitz auf Zeit werde, so die Studie. Das wiederum bedeutet auch beim Konsum flexibel zu bleiben. Statt sich an bald schon wieder Überholtes zu binden, gilt es, schnell zu reagieren – also Besseres zu erwerben und sich von Altem effizient zu trennen. Die „Upgrade-Gesellschaft“ braucht, nach Ansicht der Trendforscher, deshalb funktionierende Sekundärmärkte wie eBay, Flohmärkte, Secondhand-Geschäfte oder Tauschbörsen. Gebraucht zu kaufen, sei effizient und clever. Wer gebraucht kauft, hat weniger Wertverlust zu verzeichnen. Und: Je hochwertiger der Artikel ist, desto geringer fällt der Unterschied zwischen „neu“ und „alt“ aus. Die Studie demonstriert das grundlegend veränderte Verständnis von „neu“ und „alt“: „Neu“ ist nur noch das „Neueste“, „alt“ hingegen wird zunehmend positiv bewertet, weil es längst nicht mehr betagt oder verschlissen heißen muss. Rein subjektiv ist „Altes“ und „Gebrauchtes“ ohnehin „neu“: „neu für mich“ oder „neu entdeckt“.

Alte Schätze für neue Anschaffungen Bestätigt wird der Trend auch von einer Studie des Branchenverbands BITKOM, nach der sich jeder fünfte Deutsche im Jahr 2006 von Benutztem getrennt hat – damit sind die Deutschen Europameister im Verkauf gebrauchter Produkte. Das gilt nicht nur für Autos, sondern beispielsweise auch für Produkte mit besonders kurzen Innovationszyklen – wie Handys und Computer.

Kontakt: www.ebay.de, www.bitkom.de

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