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HDE kritisiert EU-Vorschlag zu CO2-Zertifikaten

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht die Pläne der EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard zur Reduzierung der CO2-Zertifikate kritisch. Hedegaard hatte vorgeschlagen, die Zertifikate deutlich zu verknappen.

„Die mit der Reduzierung verbundene Preiserhöhung von derzeit gut sieben auf rund 15 Euro je Zertifikat würde beim Einzelhandel Mehrkosten von rund 300 Millionen Euro verursachen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das sei mit Blick auf die ohnehin bereits hohen Mehrbelastungen ab 2013 nicht zu leisten. „Allein die Erhöhung der EEG-Umlage schlägt im Handel mit einer Mehrbelastung von 780 Millionen Euro zu Buche, dazu kommt noch die Einführung der Offshore-Umlage mit Kosten von 100 Millionen Euro“, so Genth. Ohnehin sei es sinnvoll, die für das Jahr 2013 vorgesehene Überprüfung des CO2-Zertifikatehandels abzuwarten.

Mit der Reduzierung der CO2-Zertifikate will EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard die zuletzt in den Keller gestürzten Preis wieder zu steigern.
Mit der Reduzierung der CO2-Zertifikate will EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard die zuletzt in den Keller gestürzten Preis wieder zu steigern.

Die EU-Kommissarin schlägt vor, die CO2-Zertifikate zum nächsten Jahr um 900 Millionen Stück zu verknappen. In der EU müssen derzeit Industrie und Kraftwerksbetreiber pro ausgestoßener Tonne CO2 ein Zertifikat als Verschmutzungsrecht kaufen. „In Deutschland hat der Handel in den letzten Jahren bereits massiv in Energieeffizienzmaßnahmen investiert und damit seinen Ausstoß an CO2 deutlich reduzieren können. Es ist jetzt höchste Zeit für ein Gesamtkonzept mit fairer Kostenverteilung für die Energiewende. Es muss Schluss sein mit immer neuen, teuren Einzelmaßnahmen, sei es in Deutschland oder auf EU-Ebene“, so Genth.

Kontakt: www.einzelhandel.de, www.ec.europa.eu

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