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Gedämpfte Konsumlust, optimistischer Einzelhandel

  • 24.06.2008
  • Monitor
  • Jörg Müllers

Ständig steigende Energiekosten sowie drohende Gas-Preiserhöhungen führen nach Ansicht der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu einer immer größeren Belastung der Verbraucherstimmung.

Die Meldungen über neue Rekordwerte bei Benzin und Diesel verstärkten die Furcht der Konsumenten vor dem Verlust ihrer Kaufkraft. Folglich schätzten sie ihre Einkommensaussichten im Juni noch einmal etwas pessimistischer ein. In der Folge gebe auch die Konsumneigung noch einmal nach. Steigende Inflationsängste in Verbindung mit der anhaltenden Finanzmarktkrise, einem starken Euro sowie der weltweiten Konjunkturabschwächung sorgen laut GfK dafür, dass die Verbraucher die weitere Konjunkturentwicklung wenig optimistisch beurteilen.

Die jüngsten Zahlen aus dem Einzelhandel klingen dagegen vorläufig noch optimistisch: Die Umsatzsituation zahlreicher Einzelhändler hat sich nach Angaben der Unternehmensberatung BBE Retail Experts wieder verbessert. Immerhin gelang es im Untersuchungszeitraum April noch 37 Prozent der bundesweit befragten Händler, ihren Umsatz zu steigern; 26 Prozent hielten ihre Umsätze auf dem Vorjahresniveau. Jeder dritte Einzelhändler hatte hingegen Umsatzrückgänge zu verbuchen. Ein Großteil der Einzelhändler (41 Prozent) bewertet die derzeitige Lage ihres Unternehmens positiv, weitere 44 Prozent äußerten sich indifferent. Lediglich jeder vierte Befragte schätzte die eigene Geschäftslage pessimistisch ein. Ob die derzeit mehrheitlich positive Stimmung im Einzelhandel vor dem Hintergrund des eher gedämpften Konsumklimas Bestand haben wird, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Kontakt: www.gfk.com, www.bbe-retail-experts.de

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