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Studie: Discounter am Scheideweg

Nach dem Siegeszug der vergangenen Jahre stoßen die Discounter in Deutschland an Wachstumsgrenzen. Marktführer Aldi erstmals mit Umsatzrückgang.

Das Expansionstempo der Billiganbieter sei 2007 drastisch gesunken, berichten die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und die Unternehmensberatung Accenture in einer gestern vorgestellten Studie. Nachdem Aldi, Lidl & Co ihren Marktanteil zwischen 2000 und 2006 jährlich noch durchschnittlich um 1,7 Prozent steigern konnten, lag das Plus im vergangenen Jahr nur noch bei 0,7 Prozent. Laut Studie sei der Quadratmeterumsatz der Discounter aufgrund der fortschreitenden Marktsättigung bereits seit 2003 um 8,1 Prozent auf 3648 Euro gefallen.

Gründe für die Entwicklung sehen die Marktforscher neben der hohen Marktdurchdringung vor allem in der demografischen Entwicklung. Als Discount-Stammkunden gelten insbesondere junge Familien, deren Anteil an der Bevölkerung bis 2020 von derzeit 31 auf 28 Prozent weiter abnehmen werde. Dagegen wachse der Anteil an Verbrauchergruppen wie Rentner, Alleinstehende oder Familien ohne Kinder, die bevorzugt in klassischen Supermärkten kaufen. Das Problem bei Aldi sei zudem die in Westdeutschland bereits sehr hohe Filialdichte von 4200 Läden. Davon profitiere der Studie zufolge derzeit vor allem der engste Verfolger Lidl, der 2007 die Anzahl seine Filialen um 3,6 Prozent und den Umsatz um fast zehn Prozent auf 13,3 Milliarden Euro erhöhen konnte.

Kontakt: www.accenture.com

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