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Konsumklima bleibt vorerst konstant

Trotz pessimistischer Stimmung in der Wirtschaft, bleibt das Konsumklima im Juli laut GfK stabil. Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung halten ihr Niveau. Die Konjunkturaussichten jedoch trüben sich ein.

Die anhaltende Banken- und Schuldenkrise in Europa lässt den Konjunkturoptimismus der Deutschen schwinden. Die Verbraucher befürchten zusehend, dass nun auch die deutsche Wirtschaft in den Krisenstrudel gezogen wird, so die Marktforscher. Dies belege der zweite spürbare Rückgang der Konjunkturaussichten in Folge. Im Widerspruch dazu steht nach Angaben der Analysten jedoch die Einschätzung der privaten Stimmungsgrößen wie Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung.

Konjunkturerwartung: geringeres Wachstum erwartet

Die anhaltende Krise hat die großen europäischen Länder Italien, Spanien und Großbritannien wieder in die Rezession abgleiten lassen. Da diese Länder wichtige Handelspartner sind, dürfte deren wirtschaftliche Schwäche nicht ohne negative Konsequenzen für die Exportentwicklung Deutschlands sein. Diese Meinung vertritt auch die deutsche Wirtschaft, wie der erneute Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex im Juli zeigt. Die Deutschen gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt nicht mehr so stark ansteigen wird wie noch zu Beginn dieses Jahres.

Nach wie vor trotzen die Einkommensaussichten der Konjunkturstimmung. Die Einkommenserwartung kann im Wesentlichen ihr hohes Niveau halten. Steigende Beschäftigung sowie bessere Einkommenszuwächse sind laut GfK Stützen der Einkommensstimmung. Hinzu kommt, dass die Inflation die psychologisch wichtige Marke von zwei Prozent unterschritten hat. Dies stärkt die Kaufkraft der Einkommen.

Anschaffungsneigung: leicht verbessert

Nach wie vor zeigt sich die Konsumneigung von den steigenden Konjunkturrisiken unbeeindruckt. Die stabile Beschäftigungssituation und Einkommenszuwächse erhöhen die Planungssicherheit. Das ist vor allem bei größeren Anschaffungen wichtig. Auch wirkt sich die Finanzkrise auf die Anschaffungsneigung aus. Fehlendes Vertrauen und historisch niedrigen Zinsen lassen eine Geldanlage nicht sehr attraktiv erscheinen. Folglich tendieren die Verbraucher zu werthaltigen Anschaffungen.

Somit ist der private Konsum in Deutschland zusehend eine wesentliche Stütze der Konjunktur. Der Export wird auch künftig ein wichtiger Baustein der wirtschaftlichen Entwicklung bleiben, seine dominierende Stellung aber nicht beibehalten können, so die Marktforscher. Dann wird es umso wichtiger sein, dass mit dem privaten Konsum, der fast 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts umfasst, ein zweites starkes Standbein für eine stabile konjunkturelle Entwicklung hinzukommt. Die GfK bestätigt ihre zu Beginn dieses Jahres getroffene Prognose, wonach der reale private Konsum in diesem Jahr um ein Prozent steigen wird.

Kontakt: www.gfk.com

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