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Krise hat den europäischen Einzelhandel erreicht

Die Krise hat den europäischen Einzelhandel bereits erreicht, so die Ergebnisse einer GfK-Studie, weiß Olaf Petersen, Leiter des Bereichs Real Estate Consulting von GfK GeoMarketing.

Trotz eines noch relativ stabilen Konsumklimas, welches die Verbraucherstimmung misst, weisen die harten Fakten wie etwa die Einzelhandelsumsätze, laut Petersen, in Deutschland für das erste Quartal merklich in den Minusbereich. Für das Gesamtjahresergebnis im Einzelhandel rechnet Petersen mit einem Minus von 2,5 Prozent.

Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in Europa (c) Infografik GfK - Klicken zum Vergrößern
Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in Europa (c) Infografik GfK - Klicken zum Vergrößern

Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in Europa (c) Infografik GfK - Klicken zum VergrößernDamit steht Deutschland allerdings vergleichsweise noch gut da: Petersen wies in seinem Vortrag auf der „GfK Retail & Real Estate Konferenz 2009“ darauf hin, dass Länder, die sich vor der Krise in einer starken Wachstumsphase befanden, in 2009 mit teils zweistelligen Einbrüchen im Einzelhandel rechnen müssen. Petersen: „Besonders hart trifft die Krise Irland, wo wir einen Einbruch um zehn Prozent erwarten und die baltischen Staaten mit Einbrüchen zwischen neun und 14 Prozent.“ Aber auch die mittel- und südeuropäischen Staaten litten unter der Krise, deren Wachstum durch die Krise ein jähes Ende gefunden habe. Lediglich in Polen erwartet Petersen in 2009 einen geringfügigen Anstieg der Einzelhandelsumsätze – dort ist laut seiner Prognose ein Wachstum von 0,3 Prozent zu erwarten.

Negative Entwicklungen der europäischen Währungen im Vergleich zum Euro sorgen laut Petersen jedoch für zusätzlichen Druck im internationalen Immobiliengeschäft mit Einzelhandel, das sich dadurch mit vielen Unsicherheitsfaktoren belastet sieht. So ist in Polen ein Währungsverlust von mehr als 22 Prozent seit April 2008 zu verkraften. Auch in Großbritannien, Norwegen, Schweden, Russland und den südosteuropäischen Staaten brachen die Währungen gegenüber dem Euro im Vorjahresvergleich zwischen neun und 14 Prozent ein.

Kontakt: www.gfk-geomarketing.de

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