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Justizministerium will Laserdrucker austauschen

  • 27.11.2012
  • Monitor
  • Stefan Syndikus

Das niedersächsische Justizministerium will 4033 Laserdrucker ersetzen, man könne Gesundheitsgefahren für die Mitarbeiter nicht ausschließen, so das Ministerium.

Betroffen sind landesweit die Laserdrucker vom Typ ML3471ND des Herstellers Samsung, teilte Jörn Westermann, der Ministeriumssprecher, auf Rückfrage der Redaktion mit. Berichterstattung gab es zuvor bereits in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 17.11.2012. Auslöser war eine ungewöhnliche Häufung von Krebsfällen in einem Amtsgericht, daraufhin wurde das Bremer Umweltinstitut mit der Untersuchung des Gebäudes beauftragt. Es stellte erhöhte Feinstaubemissionen bei den dort installierten Samsung-Laserdruckern fest. Obgleich es keinen eindeutigen Beleg für einen Zusammenhang zwischen den Krebsfällen der Mitarbeiter und den Laserdruckern gab, wollte das Umweltinstitut nicht ausschließen, dass die Drucker die Gesundheit der Mitarbeiter beeinträchtigen können. Auch die Unruhe unter den Beschäftigten veranlasste das Ministerium schließlich, einen Beschluss zu fassen und alle Laserdrucker dieses Typs in der Behörde auszutauschen. Die neuen Geräte sollen wieder die Vorgaben des Blauen Engels erfüllen, so wie alle Büroprodukte in der Behörde.

Andere Laserdrucker sind vom Austausch nicht betroffen, betonte Westermann. Samsung schließt sich auf Anfrage der Redaktion der aktuellen BITKOM-Stellungnahme an: Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Gesundheitsrisiken zu erwarten. Auch Partikelemissionen halten etablierte Richt- und Grenzwerte ein. BITKOM weist jüngste Berichterstattung als irreführend für Verbraucher zurück.

Das Update zu diesem Artikel lesen Sie hier.

Kontakt: www.mj.niedersachsen.de, www.samsung.de

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