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Sinkende Umsätze bei Speichermedien

Knapp 1,1 Milliarden Euro gaben die Deutschen 2006 für Speichermedien aus, so eine Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Trotz steigender Absatzzahlen sinken die Umsätze.

Verglichen mit dem Vorjahr muss die von Zuwächsen verwöhnte Branche ein Minus von fast 7 Prozent hinnehmen. CD-Rohlinge, die noch 2003 ein Drittel aller verkauften Speichermedien ausmachten, verlieren mit einem Anteil von nur noch 12 Prozent kontinuierlich an Bedeutung und liegen deutlich im Minus. Eine positive Entwicklung im Absatz von „optischen Speichermedien“ konnten die Marktforscher lediglich bei DVD-Rohlingen feststellen. Obwohl der Umsatz gegenüber 2005 leicht negativ ausfiel, stiegen die Absatzzahlen um sieben Prozent. Besonders positiv fiel die Entwicklung bei spezialisierten Nischenprodukten wie Mini-DVDs für Camcorder, bedruckbaren DVDs sowie Double Layer DVDs aus.

Wachstumsmotoren bei Recording Media sind, nach der Analyse von GfK und gfu, vor allem die so genannten „flashbasierten“ Speichermedien wie USB-Sticks und Memory Cards. Im vergangenen Jahr legten die Verkäufe von USB-Sticks um 56 Prozent zu. Der Umsatz lag - trotz Preisverfall - mit 17 Prozent deutlich im Plus. Auch der Absatz von Memory Cards stieg um fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, allerdings lag der Umsatz bereits leicht unter dem von 2005.

Umsatzentwicklung bei den Speichermedien (c) GfK und gfu
Umsatzentwicklung bei den Speichermedien (c) GfK und gfu

Die Aussichten der Analysten für das laufende Jahr sind deshalb verhalten optimistisch. Steigende Verkaufszahlen von Mobiltelefonen, portablen Musik- und Video-Spielern sowie eine wachsende Verbreitung der digitalen Fotografie fördern nach Ansicht der Marktforscher den Bedarf an Speicherkarten nachhaltig. Für das laufende Jahr rechnen die Experten von GfK und gfu im gesamten CE-Markt mit einem moderaten Wachstum von 1,3 Prozent.

Kontakt: www.gfk.de, www.gfu.de

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