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Jeder fünfte nutzt Web 2.0-Anwendungen

Die Business-Plattform Xing, früher openBC, die Bilddatenbank Flickr oder das Video-Portal YouTube sind schon lange nicht mehr die Tummelplätze online-affiner Marketing Manager, verrückter Hobbyfotografen oder filmender Teenager.

Web 2.0 ist in aller Munde, das so genannte Mitmach-Web, das dem Nutzer ermöglicht, eigene Inhalte online zu stellen und diese mit anderen zu teilen, breitet sich aus wie ein Lauffeuer. Der Herausgeber des Fachinformationsdienstes Online-Marketing-Experts und Marketing-Börse.de Torsten Schwarz hat die bekanntesten Dienste in einer Hitliste zusammengefasst. Am bekanntesten ist demnach das Wissensportal Wikipedia, das 96,5 Prozent der Befragten kannten, gefolgt von YouTube, mit einem Bekanntheitsgrad von 87,7 Prozent und Xing mit 81,1 Prozent. Immerhin 75,3 Prozent der Befragten kannten die weltweit größte Online-Community Myspace, 38,5 Prozent den Bookmark-Dienst del.icio.us. Die dreidimensionale virtuelle Welt Second Life mit 1,4 Millionen Mitgliedern hingegen war nur 32 Prozent der Befragten bekannt.

Fast jeder 5te nutzt Web 2.0 Anwendungen (c)GfK
Fast jeder 5te nutzt Web 2.0 Anwendungen (c)GfK

Laut GfK nutzt fast jeder fünfte Internet-User Web 2.0 Anwendungen. Während Aktivitäten wie die Informationssuche zu Produkten und Unternehmen und das Online-Shopping Reichweiten von 60 bis 80 Prozent der privaten Internet-Nutzerschaft erreichen, sind Web 2.0-Anwendungen jedoch noch auf eine engere Zielgruppe beschränkt. Insgesamt beläuft sich die Reichweite laut der Marktforscher auf knapp 20 Prozent, was zirka sieben Millionen Nutzern entspricht. Am populärsten ist die Teilnahme an Diskussionsforen beziehungsweise. Newsgroups mit knapp zwölf Prozent, während Blogs nur von knapp fünf Prozent passiv oder aktiv genutzt werden. Zwischen den Aktivitäten im Web 2.0 gibt es hohe Überschneidungen. Und noch sind es vor allem die jüngeren Zielgruppen, die im Web 2.0 aktiv sind. Laut GfK sind 56 Prozent der Nutzer unter 30 Jahren.

Grafik - Web 2.0 Nutzung nach Alter: Vor allem jüngere sind aktiv (c) GfK
Grafik - Web 2.0 Nutzung nach Alter: Vor allem jüngere sind aktiv (c) GfK

Die Alterunterschiede sieht auch Autor und Herausgeber Torsten Schwarz. Schon bei Vierzigjährigen lasse die Lust, das neue Mitmach-Web auszuprobieren nach. „Viele reden vom Mitmach-Web, aber nur die Jungen trauen sich“, hält der Autor, der die Nutzung von Web 2.0 Portalen nach Alter untersucht hat, fest. Während sich 20- bis 30-Jährige gerne und häufig mit anderen aktiv im Netz treffen und xing mit 67 Prozent, gefolgt von Stayfriends und YouTube zu den beliebteste Online-Gemeinschaft gehören, sind bei xing nur 35 Prozent der über Fünfzigjährigen Mitglied, danach folgt Stayfriends mit knapp sechs Prozent.

Die Nagelprobe für das Mitmach-Web stellt nach Meinung von Schwarz Social Bookmarking dar, das die Möglichkeit bieten die Kenntnis guter Webseiten, mit anderen zu teilen. „Während Jüngere ihr Wissen teilen, sind Ältere eher misstrauisch. Etwa jeder Zweite der unter Zwanzigjährigen kennt die Portale Mister Wong, del.icio.us und Digg. Ganz anders die über Vierzigjährigen: Nur jeder Dritte bis Fünfte kennt die Portale mit den interessanten Surftipps.“ Nur bei den Blogs gebe es keine Altersunterschiede. „Ob alt oder jung, die Online-Tagebücher werden von allen gleich gerne gelesen.“

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